Kritik | Neigelneu von „Julia Neigel“

Küstler:
Julia Neigel
Redaktions-Wertung:
Titel:
Neigelneu
Release:
15. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es gibt sie noch, die deutschen Powerfrauen. Eine von ihnen ist Julia Neigel, die bislang eher unter dem Namen Jule Neigel bekannt war, den sie aufgrund von Streitereien aber ablegen musste. Überhaupt waren die letzten Jahre für sie kein Zuckerschlecken: Psychische Probleme und ihr Ex-Freund waren dafür verantwortlich, dass die Sängerin eine mehrjährige Pause einlegen musste. Jetzt ist sie aber zurück und glücklich wie nie. Mit einer neuen Liebe und dem neuen Album „Neigelneu“ beweist sie, dass sie das Lachen nicht verlernt hat. Und diese neu gefundene Lebensfreude ist durchaus ansteckend!

In zwölf Titeln besingt die in Sibirien geborene Neigel ihre Erfahrungen in der Liebe und im Alltag, blickt aber auch optimistisch nach vorn. Sie selbst sagt über ihr siebtes Album: „Ich habe insofern die Gewissheit erlangt, dass die Dinge sich durch die Wahrheit im Laufe der Zeit wie ein Puzzle zum Guten und Richtigen fügen, um dann die Zusammenhänge und Antworten preiszugeben.“ Sie hat zwar negative Erfahrungen gemacht, aber auch aus ihnen gelernt und ihre Schlüsse gezogen. „Neigelneu“ hat ihr dabei geholfen, den Schmerz zu überwinden, der in der Vergangenheit ihr Leben bestimmt hat.

Unterstützung hat sie dabei nicht nur von ihrer Familie erfahren, sondern auch von Edo Zanki, der ihr Album produziert und mit dem Julia Neigel im vergangenen Jahr im Rahmen der ‚Rock´n Soul Tour‘ etliche Doppelkonzerte gegeben hat. In diesen Tagen erscheint passenderweise auch sein neues Album „Zu viele Engel“. Wer weiß – vielleicht sind die beiden bald wieder gemeinsam auf einer Bühne zu sehen. Ihr Auftritt zum 20. Tag der deutschen Einheit im Oktober 2010 am Brandenburger Tor vor über 100.000 Menschen war auf jeden Fall etwas ganz Besonderes und wird vielen im Gedächtnis geblieben sein.

So dürfte es auch all denjenigen gehen, die „Neigelneu“ hören. Denn ein grandioser Titel folgt hier dem Nächsten. Dabei ist jeder Song unterschiedlich, entwickelt aber eine nahezu magische Anziehungskraft. „Wir sind frei“, „Wärst du bei mir“ und „Ich fühl’s nicht mehr“ fesseln direkt beim ersten Hören und machen ganz deutlich – Julia Neigel ist zurück. Auch Nummern wie „Teufel“, „Es kommt zurück“ oder „Wohin“ bleiben im Gedächtnis und machen das Album zu einem sicheren Begleiter für lange Autofahrten oder entspannte Abende auf der Couch. Die richtige Prise Rock und Pop sorgt für Abwechslung und die vertraute, markante Stimme von Neigel wird zu einem wertvollen Schatz, auf den man viel zu lange verzichten musste! Das Comeback ist der 44-Jährigen definitiv gelungen

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