Kritik | Make Love Work von „AULETTA“

Küstler:
AULETTA
Redaktions-Wertung:
Titel:
Make Love Work
Release:
12. August 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

„Pöbelei und Poesie“. Damit hat 2009 alles angefangen. AULETTA haben ihr Debütalbum präsentiert und mal eben vollkommen überrascht. Eingängiger Gitarrenpop und deutsche Texte waren plötzlich doch zu weitaus mehr imstande, als bislang gedacht, und vor allem: hörbar! Ein bisschen wie Brit-Indie erschien der Sound von Alex, Dan, Martin und Jusch. Angesichts der langen Zeit, die Sänger und Songwriter Alex in London verbracht hat, nachvollziehbar. Nun sind AULETTA zu fünft zurück und im Gepäck haben sie erneut ein ganz und gar fantastisches Album, das zu „Make Love Work“ auffordert.

Die gleichnamige erste Single-Auskopplung ist dabei episch, hymnisch, aber dennoch tanzbar. Zum Midtempo-Beat bewegen sich Lyrics wie „Zünd dein Leben an“ oder „Hör nie auf anzufangen, setz den Raum in Flammen“ und sorgen dafür, dass der Track sehr schnell seinen Weg in beide Ohren findet. So wie übrigens auch die restlichen elf Songs! Das Album hält, was es verspricht und zeigt ein beeindruckendes Spektrum. Für AULETTA eine rundum gelungene Arbeit, die deutlich macht, wie sehr die Band in den letzten zwei Jahren gereift ist.

Das Album lebt dabei von den Gedanken und Empfindungen des „Initialzünders“ Alex. Es ist eine Reise nach innen und unterscheidet sich damit deutlich von seinem Vorgänger, der vor allem das schnelle Leben in London aufgegriffen hat. Alex: „Wer bin ich? Wie verhalte ich mich im Leben? […] Man geht ganz forsch und furios durchs Leben und sucht den nächsten Rausch. Das ist doch eigentlich eine Abkehr von den wirklich wichtigen Dingen.“ Der Musiker musste deshalb innehalten, um die Musik wieder neu zu spüren und zu entdecken. „Make Love Work“ hat das gut getan, denn das Album ist trotz der tiefgründigen Texte energiegeladen und verliert nie an Schwung.

Ob „Wochenendlosigkeit“, „Rebell ohne Grund“ oder „Bye Bye Traurigkeit“ – mit „Make Love Work“ machen AULETTA einen weiten Satz nach vorn und untermauern ihren Stand in der deutschen Musikszene. Mal nachdenklich verpackt, mal fröhlich und animierend, fordern sie zum Nachdenken, aber auch zum Feiern auf. Zum Glück gibt es keine Grenzen und Regeln, an die sich die Jungs halten müssen! AULETTA schreiben ihre ganz eigenen Gesetze und machen „süchtig, wie der Mond“.

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