Kritik | lovestrong. von „Christina Perri“

Küstler:
Christina Perri
Redaktions-Wertung:
Titel:
lovestrong.
Release:
27. Januar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wer regelmäßig MTV schaut, dürfte den Videoclip zu „Jar Of Hearts“ und die grandiose Christina Perri bereits kennen. Allen anderen bietet das Debütalbum „lovestrong.“ der 24-Jährigen ein perfektes Kennenlernen. Mit zwölf brutal ehrlichen und berührenden Songs beißt sich die Singer/Songwriterin im Gedächtnis fest und beweist, dass der Hype um sie keinesfalls verkehrt ist. „Ich betrachte das Album als Ganzes, und die beiden vorherrschenden Themen waren Liebe und Stärke“, so die US-Amerikanerin.

Dabei hat ihre Karriere erst im vorletzten Jahr so richtig begonnen. Als ihre Debütsingle „Jar Of Hearts in der Fox-Show „So You Think You Can Dance“ gespielt wurde. Kurz darauf performte sie live in der Show und war von da an regelmäßig im TV zu sehen. Ihre Single erreichte mehr als eine Millionen Downloads, wurde allein in den USA über 2,5 Millionen Mal verkauft und das Video bis heute fast 26 Millionen mal angeklickt. Damit ist die sympathische junge Künstlerin aus Philadelphia mal eben zu einem der begehrtesten Acts im Musikbusiness geworden. Verdient, denn bereits seit ihrem 15. Lebensjahr schreibt sie Songs.

Über die Namensfindung für ihr erstes Baby sagt Christina: „Das Album fand seinen Titel von selbst. Über Liebe zu schreiben, das macht mich aus. Ich habe versucht, über andere Dinge zu schreiben, aber letztlich kommt genau das aus mir heraus.“ Da kann man eigentlich nur froh sein, denn was die junge Frau auf „lovestrong.“ abliefert, zeugt nicht nur von Talent und Hingabe, sondern auch von Verletzlichkeit, von Schmerz und traurigen Erfahrungen. Ob mit Klavier oder Akustikgitarre, Christina betreibt einen Seelinstrip, dem man sich kaum entziehen kann. Viele alte Wunden musste sie dabei während der Zeit im Studio aufreißen, der Intensität ihrer Musik kommt das aber mehr als zugute. „Gefühlsmäßig waren das die härtesten 33 Tage meines Lebens, aber das war es wert“, so Christina.

Ein Party-Album ist „lovestrong.“ dadurch aber natürlich nicht geworden. Es ist ehrlich, traurig, berührend, ungeschönt und poetisch. Der Großteil der Tracklist wird durch langsame Nummern bestimmt, nur hier und da schleichen sich ein paar schnellere Songs ein. Und selbst diese haben eine gewisse Melancholie. Wenn es für gebrochene Herzen, für Liebesschmerz und unversiegte Tränen ein Medikament auf Rezept gäbe, dann wäre es wohl dieses Album. So fasst es auch Christina Perri selbst kurz zusammen: „Die Intention meiner Musik ist simpel: Ich möchte, dass Leute sich weniger gebrochen und allein fühlen.“

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