Kritik | Love In The Future von "John Legend"

Küstler:
John Legend
Redaktions-Wertung:
Titel:
Love In The Future
Release:
30. August 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Fünf Jahre können verdammt lang sein. Vor allem fünf Jahre Stille. Rückblickend hat man John Legend – abgesehen von ein paar wenigen musikalischen Tönen – fast ein bisschen vergessen, was eine regelrechte Schande ist. Denn das der Musiker unheimlich talentiert ist, hat er in der Vergangenheit zur Genüge unter Beweis gestellt.

Und er tut es auch jetzt. Mit einem neuen Album und 100 Prozent John Legend. „Love In The Future“ ist sein vierter Longplayer und sein Rückkehr-Tickets aufs internationale Chartparkett. Dafür hat sich der Grammy-Preisträger nicht nur mit jeder Menge Liebe ausgestattet, auch Piano und sanfte Töne sind auf seiner CD zu hören. Man hatte es natürlich kaum anders erwartet, aber dennoch schafft es der Sänger sofort wieder ins Schwarze zu treffen. Er, mit der roten Nelke im Knopfloch (falls ihn irgendjemand nicht gleich wiedererkennen sollte).

Der Ausnahme-Sänger, -Songwriter, -Pianist und -Produzent ist und bleibt bis zu einem unglaublichen 110% (bis zu $ ??100 FREE ) auf Ihrem funften Einzahlung. einfach ein Charmebolzen. Wenn er in die Tasten haut, dürfte kein Frauenherz unberührt bleiben. Da sich „Love In The Future“ schmeichelnd wie Olivenöl durchhören lässt, wird man mit erhöhtem Puls gen „Replay“-Button linsen. Die einzelnen Titel gehen so fließend ineinander über, sind so gut aufeinander abgestimmt, dass Intro gleich Outro zu sein scheint. Dazwischen ist ganz viel John Legend, ganz viel Gefühl.

Ihren Teil dazu beigetragen haben u.a. Kanye West und Dave Tozer, als Produzenten. Und natürlich Legend selbst. „Ich freue mich wahnsinnig auf die Veröffentlichung des Albums. Die Arbeit an den Songs mit einem Team von unglaublich talentierten Produzenten und Co-Songwritern hat mir vorbehaltlos Spaß gemacht. Wir sind jeden Tag mit dem Ziel ins Studio gegangen, etwas Schönes zu erschaffen und das beste Album meiner Karriere aufzunehmen“, so der 34-Jährige. Ob ihm das gelungen ist, muss jeder selbst entscheiden. Eine Weiterentwicklung ist auf jeden Fall hörbar.

Wobei das vielleicht falsch formuliert ist. Gerade im Vergleich zu „Get Lifted“ und „Evolver“ klingt „Love In The Future“ einfach strukturierter und entspannter. Erwachsener. John Legend experimentiert zwar immer noch, aber die rote Nelke scheint als roter Faden symbolisch gewählt zu sein. Fast die gesamte Tracklist gefällt bereits beim ersten Hören, etliche Titel bleiben im Ohr. Legend wollte ein modernes Soul-Album erschaffen, wobei „modern“ natürlich Definitionssache ist. Es ist eher das Gegenteil geworden, aber who cares?

Wer schon immer eher den ruhigen John Legend gemocht hat, dem dürfte sein neuestes Werk auf jeden Fall zusagen. Es ist klassisch, soulig. Aber es steht auch für Veränderungen. John Legend plant nämlich zu heiraten und damit ein neues Kapitel zu beginnen. Wir ahnen, was er anstelle eines Einstecktuches tragen könnte …

Subscribe to Comments RSS Feed in this post

1 Kommentar

  1. wie schön! John Legend ist zurück!!!!! Ich finde das Lied Made To Love sehr sehr cool!!!!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a