Kritik | Lights and Offerings von „Mirrors“

Küstler:
Mirrors
Redaktions-Wertung:
Titel:
Lights and Offerings
Release:
18. März 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nein, der Begriff Mirrors steht nicht in erster Linie für einen Horrorfilm aus dem Jahr 2008, sondern vor allem für eine wunderbare Band aus Brighton, die für ihr Debütalbum „Lights and Offerings“ nur einen Monat gebraucht hat und den Synthie-Pop jetzt wohl dauerhaft neu belebt. Aufgefallen ist das Quartett erstmals im November 2010, im Vorprogramm von OMD. Und dennoch weiß man irgendwie wenig über diese vier schüchtern wirkenden Herren im Anzug.

Sie heißen Ally, Tate, James und Joe, spielen Synthesizer und Electronic Drums und wirken, als wären sie ein wenig in der Zeit hängen geblieben. In einer schwarz-weißen Pop Noir-Welt. Und dort hört man die Musik von Depeche Mode, New Order, Kraftwerk und natürlich OMD und haut nachher selbst in die Tasten. Damit erinnern die vier Gentlemen ein wenig an Hurts, die, wie man ja weiß, international sehr erfolgreich sind und ebenfalls ein Faible für Synthesizer haben, und tauchen genau zur richtigen Zeit auf.

Das Album „Lights and Offerings“ bietet zehn Titel, die in Sussex, England entstanden sind. Inspiriert vom Krautrock der späten 70er Jahre und natürlich den Großen des Synthie-Pop. Die Musik ist elektronisch verspielt, temporeich und experimentell. Aber sie gefällt. Nicht zuletzt wegen den Stimmen der Gentlemen, die wirklich klingen, als befände man sich auf einer Zeitreise. Bereits der Opener entführt über 6 Minuten zurück in die bunten 80s und bietet damit einen interessanten Einstieg. Auch die weiteren Tracks auf „Lights and Offerings“ lassen sich problemlos durchhören. Hier und da hören sich Mirrors wie OMD an, die meiste Zeit bringen sie aber ihren ganz eigenen Stil ein.

Zu den hörenswertesten Stücken zählen dabei „Into The Heart“, „Ways To An End“, „Hide And Seek“ und „Secrets“ und damit vor allem die schnelleren Songs des Albums. Sie erweisen sich als sehr eingängig und unbeschwert. Aber auch die ruhigeren Titel haben ihren Charme. Wenn man alle zehn Titel gehört hat, kann man gar nicht glauben, dass sie innerhalb von nur vier Wochen entstanden sind. Scheint, als wäre die französische Hippiekommune, in die sich Tate, Ally, Joe und James zurückgezogen haben, genau der richtige Ort für die Entstehung von „Lights and Offerings“ gewesen.

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