Kritik | Light After Dark von „Clare Maguire“

Küstler:
Clare Maguire
Redaktions-Wertung:
Titel:
Light After Dark
Release:
29. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Clare Maguire wirkt wie ein schüchternes Reh, ein zerbrechliches Schneewittchen, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Denn die junge Engländerin hat eine unverschämt gute Stimme und weiß diese auch hervorragend einzusetzen, wie sie uns mit ihrem Debüt „Light After Dark“ beweist. Durch MySpace hat Clare vor einigen Jahren erstmals auf sich aufmerksam gemacht, lange davor hat sie aber bereits Familienveranstaltungen gerockt und auf Tischen Songs zum Besten gegeben. Deshalb war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie endlich einen Plattendeal unterzeichnen durfte.

2008 hat sie das bei Polydor Records getan und anschließend gemeinsam mit dem Produzenten Fraser T. Smith mit der Arbeit an ihrem ersten Album begonnen. Das der bereits Kylie und Ellie Goulding im Studio hatte, ist da wohl eher nebensächlich. Clare Maguire muss sich ganz sicher nicht verstecken. Ihre Stimme ist kraftvoll, facettenreich und zeitlos. „Meine Stimme war schon immer die Lauteste im Raum“, sagt Clare selbst. „Durch den Gesang konnte ich mich schon immer besser ausdrücken als durch bloßes Reden“.

Deshalb hat Clare auch bereits mit 7 ihren ersten Song geschrieben. Sie wuchs mit traditioneller irischer Musik auf, hörte bei Autofahrten aber ganz genau hin, wenn ihr Vater Pop einlegte. Mit 13 entdeckte sie John Lennon, Bob Dylan und Johnny Cash und damit auch endgültig ihre Liebe zur Musik. Die Schule schmiss sie schon mit 17 hin, denn ihr großer Traum war es, in London zu leben. Als Sängerin. Dafür ackerte sie in verschiedenen Läden und Restaurants, bis sie MySpace für sich entdeckte. Von 1,5 Millionen Klicks für ihre Demos war es dann nur noch ein kleiner Sprung bis zum ersten Plattenvertrag.

Und den hat Clare Maguire wirklich mehr als verdient. „Light After Dark“ ist ein fantastisches Album, das keinesfalls ungehört bleiben sollte! Die zierliche Sängerin mit der Powerstimme ist ein echter Geheimtipp und präsentiert sich auf ihrem ersten Album, als würde sie schon etliche Jahrzehnte im Musikbusiness hinter sich haben. Mit dieser Reife erinnert sie an Kolleginnen wie Adele und Rumer und wird ganz sicher auch dementsprechend ihren Weg gehen. Die 13 Titel auf ihrem Debüt sprechen auf jeden Fall eine ganz eindeutige Sprache. Sie sind eine Mischung aus Pop, Folk und Gospel und haben sich innerhalb kürzester Zeit ineinander gefügt. Die meisten wurden an nur einem Tag geschrieben und waren ebenso schnell aufgenommen. Bei einigen Songs war direkt der erste Take perfekt. Damit legt Clare eine Professionalität an den Tag, von der sich einige noch eine Scheibe abschneiden können.

Und irgendwie scheint die Welt ein bisschen ungerecht sein. Denn wie kann es sonst sein, dass Clare Maguire so eine unglaubliche Stimme hat und dann auch noch gut aussieht? Man möchte meinen, dass sei zu viel des Guten. Aber dann hört man Songs wie „Shield And Sword“ oder „Last Dance“ und kann diese Frau ganz einfach nur lieben!

Um es auf den Punkt zu bringen:„Light After Dark“ ist ein umwerfendes Debüt und schon jetzt eines der stärksten Solo-Alben dieses Jahres!

Anspieltipps: „Shield And Sword“, „Last Dance“, I Surrender” und “Happiest Pretenders”

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1 Kommentar

  1. A superstar in the making. Grandiose Stimme & Ausstrahlung sowie Persoenlichkeit ! Habe Clare in der intimen Atmosphaere des Dubliner Sugar Clubs (150 Personen) gesehen, fantastisch !!!

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