Kritik | Life's A Show von "Martin and James"

Küstler:
Martin and James
Redaktions-Wertung:
Titel:
Life's A Show
Release:
30. August 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es ist einfach entspannt, was Martin and James einem auf die Ohren zaubern. Das Duo macht Musik, die zum Träumen einlädt. Ungekünstelt und ohne zu viel Trara. Sie brauchen keine große Show, keine Technik. Eigentlich würde es reichen, wenn sie sich mit ihren Gitarren auf eine Bühne stellen. Die Magie entfaltet sich sofort.

Dennoch zeigen sie auf ihrem neuesten Album „Life’s A Show“, das ein bisschen mehr auch nicht verkehrt ist. Und das sich Geduld auszahlt. Denn leicht hatten es die beiden Musiker in der Vergangenheit keinesfalls. Sie mussten sich wirklich abrackern, bis sich all ihre harte Arbeit bezahlt gemacht hat. Bis sie den lang ersehnten Major-Label-Vertrag in der Tasche hatten. Trotzdem sind die beiden bescheiden und sowas von auf dem Teppich geblieben, dass man sie einfach mögen muss.

Besonders leicht machen sie uns das mit ihrem bereits angesprochenem Zweitling. Der ist Ende August veröffentlicht wurden und erneut pure Harmonie. Man merkt, dass die beiden nicht nur stimmlich gut zueinander passen, sondern dass es hier einfach wirklich passt. Im Ganzen, auch außerhalb des Studios. „Wir können tatsächlich Songs gemeinsam schreiben und zusammen singen, und sogar auch noch zusammen wohnen“ sagt Martin über die ungewöhnliche Chemie zu seinem Kollegen und Freund.

Und so ist schon der Opener „Cold Heart“ ein absolut wunderbarer Einstieg und Ohrwurm. Die Stimmung, die entsteht, wenn die ersten Töne erklingen, zieht sich durch die gesamte LP. Harmonie könnte man sie nennen. Für Martin and James bedeutet „Life’s A Show“ aber noch ein bisschen mehr als nur das. Es war ein bedeutender Schritt hin zu mehr Mut bezüglich der Kompositionen und auch Präsentation. Ermutigt hat sie dazu Produzent Tobias Kuhn, der u.a. schon mit Udo Lindenberg und Thees Uhlmann gearbeitet hat.

Dass sich Courage für das Duo auszahlt, beweist sich damit erneut. Mit Songs, die etwas ausladender und dennoch unheimlich eingängig sind. Mit ganz viel spürbarer Liebe zum Musizieren und dem richtigen Händchen für Harmonien, Arrangements und Texten. James: „Es ist wie der Dominoeffekt: veränderst du ein kleines Stück von dem, was du tust, verändert sich das Ganze.“

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