Kritik | Lieder von „Adel Tawil“

Küstler:
Adel Tawil
Redaktions-Wertung:
Titel:
Lieder
Release:
08. November 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Wir haben es alle schon wer weiß wie oft hoch und runter geträllert wenn es im Radio lief, das Stück „Lieder“ von Adel Tawil. Wir erkennen seine Stimme sofort wieder und bekommen dann gleich so eine gewisse melancholische Grundstimmung. Die macht uns aber keineswegs traurig, viel mehr zieht sie uns in ihren Bann, in die Welt der durchdachten und tiefsinnigen Texte von der Band „Ich und Ich“.

Adel Tawil produziert seit 2004 zusammen mit Annette Humpe als Duo deutsche Texte mit Melodien die mit ihrem Wiedererkennungswert die große Masse begeistern. Nun bringt der Sänger mit Wurzeln aus Ägypten und Tunesien sein erstes eigenes Album raus. Und doch findet man die Stimme von Humpe wieder. Doch überzeugen wir uns selbst:

Die ersten vier Lieder klingen relativ ähnlich, das was man sich eben bei einem Album des Ich und Ich-Sängers vorstellt. Mit „Unter Wasser“ wird es fast schon düster und schwermütig lauschen die Ohren auf die nächsten Lieder. Denn bei „Aschenflug“ hat niemand Geringeres als SIDO seine Finger im Spiel. Gekonnt treffen hier Sprechgesang des deutschen Rappers und die Harmonie von Singer-Songwriter zusammen. Rappend finden wir Adel Tawil auch beim Lied „Auf Sand gebaut“ wieder. Doch die unverkennbare Marke bleibt in jedem einzelnen Lied vorhanden. Klavierspiel-berauscht fühlen wir im „Kartenhaus“ die Hilflosigkeit einer zerbrochenen Liebe. Der Song „Graffiti Love“ wurde zusammen mit den Musiker-Schwestern Annette Humpe und Inga Humpe (2raumwohnung) produziert. Und weitere Mitwirkende in dem Werk sind der deutsche Rapper Prinz Pi, Matisyahu, ein Reggae-Musiker aus Pennsylvania und außerdem Tawils Frau Jasmin, die man vielleicht aus der Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ kennt. Das Lied „Dunkelheit“ haben die beiden gemeinsam geschrieben, und so besingen sie auch ihren gemeinsamen Weg überall hin.

Tragisch – mitreißend –tiefsinnig – so zieht sich wie aus dem Leben gegriffen ein roter Faden durch das Album, der durch die „Lieder“ zeigt, dass das Leben zwar in Noten gepackt werden kann, aber niemals an Wirklichkeit verliert.

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