Kritik | “Liberation” von Christina Aguilera

Küstler:
Christina Aguilera
Redaktions-Wertung:
Titel:
Liberation
Release:
15.06.2018
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Sieben Alben hat Superstar Christina Aguilera im Laufe ihrer Karriere bereits veröffentlicht – und unzählige Hits. Angefangen vom unschuldigen „Genie in a bottle“ über das rebellige „Dirrty“ bis hin zu ruhigen Balladen wie „Say something“. Wir sind mit ihr gereift und gewachsen, haben miterlebt, wie sie sich vom Teenager zur Mutter und Frau entwickelt hat.

Seit Freitag ist sie nun mit ihrem neuesten Longplayer zurück und der heißt nicht umsonst „Liberation”. Die 37-Jährige befreit sich damit vom überzogenen Anspruchsdenken, dem sie sich unablässig ausgesetzt sieht. Von ihrer Kindheit, geprägt von häuslicher Gewalt. Vom Teenpop-Image. Von jahrelangen Gewohnheiten und Verhaltensmustern.

Sechs lange Jahre ist ihr letztes Album „Lotus“ her. Das war, wie auch „Bionic“ zum Großteil noch eher elektronisch geprägt. „Liberation“ klingt anders. Purer, erwachsener. Für den Opener „Maria“ hat sich Christina direkt Kanye West als Produzenten an Bord geholt. „‘Maria‘ handelt davon, wieder zu dem kleinen Mädchen zurück zu kehren, dass sich nur lebendig fühlen und inspiriert sein wollte, Musik zu machen, bevor die unschuldige Begeisterung durch die ganzen Business-Elemente in Mitleidenschaft gezogen wurde“, sagt Christina.

Neben Kanye waren aber auch viele weitere Produzenten an „Liberation“ beteiligt: Che Pope, Mike Will Made-It, Anderson.Paak, Jon Bellion, Da Internz, MNEK, Kirby Lauryen, Ricky Reed und Nick Britell. Und Kollaborations-Partner dürfen ebenfalls nicht fehlen. Wie Demi Lovato auf „Fall In Line“. Eine kämpferische und starke Hymne, die Christina bereits vor einigen Jahren geschrieben hat. Aber sie ist aktueller denn je – zu einer Zeit, in der Frauen auf der ganzen Welt offen über Belästigungen und Missbrauch sprechen.

Ein Song, an dem man ebenfalls direkt hängenbleibt ist, „Twice“, der mit den Worten „Sometimes I wonder what is the meaning of this life“ beginnt. Eine ruhige Nummer mit Pianobegleitung, bei der sich Christinas kraftvolle Vocals voll entfalten kann. Hier zeigt sie in bester Manier, das sie nicht viel Show braucht. Ihr stärkstes Instrument ist und bleibt ihre Stimme.

Auch nach fünf Milliarden Streams weltweit, 36 Millionen verkauften Alben, dreißig Hits in den US Billboard Hot 100 (darunter fünf Nummer-Eins-Hits) und sechs Grammy Awards. 

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