Kritik | Lazarus von „Travie McCoy“

Küstler:
Travie McCoy
Redaktions-Wertung:
Titel:
Lazarus
Release:
17. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Travis McCoy – diesen Mann kennt man vielleicht schon als Frontmann der Band „Gym Class Heroes“. Nun kann er es also auch alleine – und gar nicht mal so schlecht! Fans werden sagen, dass er mit der Band noch etwas besser rüberkommt – aber sein Erstlingswerk als Solist muss sich auch nicht verstecken. Travis McCoys helle Stimme weiß in jedem Song zu überzeugen, egal, ob er Melodie singt oder überzeugend den Rapper macht. Leichte Anklänge an Eminem sind nicht zu überhören. Mit „Lazarus“ legt Travs McCoy ein insgesamt interessantes Werk vor, das seine Fans finden wird

Der Mann aus New York präsentiert ein echtes Gute-Laune-Album, das stilistisch zwischen Rock, Rap und Pop angesiedelt ist. Der Titel der CD bezieht sich auf den zweiten Namen des Sängers, der denn auch die eine oder andere Erinnerung aus seinem Leben musikalisch umsetzt. Das schöne „Superbad“ verdient seine 11 Minuten 34 und überzeugt in jeder davon. Ob allerdings der Kinderchor in „Akidagain“ jedem gefällt, ist fraglich. Wo an anderer Stelle jede Menge Street Credibility verbreitet wird, kommt hier doch etwas zu viel Kitsch in die Sache. Jedoch: Auch „Akidagain“ ist ein echter Ohrwurm, den man nicht so leicht wieder aus dem Gehörgang bekommt. Ansonsten ist zu sagen, dass das Album „Lazarus“ von Travis McCoy einige weitere Ohrwümer aufweist, von denen zwei es bereits in die Chats geschafft haben.

Einziger Kritikpunkt an der rundum schönen Scheibe ist, dass nur 10 Stücke drauf sind. Mit einer Gesamtspielzeit von 35 Minuten ist das wahrhaft schmerzvoll kurz. Als Gäste an Bord erscheinen Cee-Lo Green, Colin Munroe, Tim William, Bruno Mars, T-Pain und Young Cash. Von dieser Gute-Laune-Musik hätte man gerne mehr gehört. Da hilft nur, Travis McOys „Lazarus“ auf Endlosschleife zu legen. Oder sich endlich mal eine der vier bereits erschienenen Scheiben von den „Gym Class Heroes“ zuzulegen.

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