Kritik | Kokowääh Soundtrack

Küstler:
Various
Redaktions-Wertung:
Titel:
Kokowääh Soundtrack
Release:
4. Februar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Eines muss man Til Schweiger lassen: Wenn es um die Zusammenstellung eines einmaligen Soundtracks geht, hat er den richtigen Riecher! Bewiesen hat er das bereits bei „Keinohrhasen“ und „Zweiohrküken“, und auch bei seinem neuesten Streich „Kokowääh“ ist ihm dies wieder gelungen. Vertreten sind sowohl bekannte Tracks aus den Charts als auch Songs interessanter Newcomer und Instrumentals. Letztere stammen bei „Kokowääh“ vor allem von Martin Todsharaw, Daniel Nitt, Dirk Reichardt sowie Mirko Schaffer und sind mehr als gelungen.

In der Vergangenheit hat Schweiger schon Stars wie Keri Hilson oder OneRepublic (die hier übrigens erneut vertreten sind) zu fantastischen Chartplatzierungen verholfen, diesmal dürfte es vor allem für Acts wie White Apple Tree, Eskju Divine, Unkle Bob und The Script ganz weit nach oben gehen. Während der „normale“ Soundtrack 25 Titel umfasst, kommt das limitierte Digipack mit einer Bonus-CD daher, auf der 16 weitere Songs bzw. Remixe zu finden sind. Außerdem verstecken sich Notenauszüge und ein Musikvideo von Hurts auf der zweiten Scheibe. Für Fans des Films ein unbedingtes Muss, zumal der preisliche Unterschied wirklich minimal ist!

Alles in allem präsentiert sich der Soundtrack melancholisch, nachdenklich und ausgewogen ruhig bzw. rockig. Zu jeder noch so kleinen Szene im Film hat Schweiger den passenden Song, denn er weiß genau, wie er Emotionen musikalisch untermalen muss. Eine Gabe, die ihm mehr zu liegen scheint als die reine Schauspielerei. Immerhin bekam er für seine Soundtracks in den letzten Jahren mehr positive Kritik als für seine Rollen. Bei „Kokowääh“ stimmt ganz einfach die Mischung. Vocals und Instrumentals machen jeweils knapp 50 Prozent der Scheibe aus, wechseln sich stimmig ab, wobei vielleicht ein Tiiick zu viel Piano dabei ist.

Wettgemacht wird das von dem wohl größten Überraschungshit „Snowflakes“ von der bereits erwähnten Band White Apple Tree. Dank Schweiger hat es das Duo in die deutschen Top 20 geschafft und berichtet darüber auch ganz stolz auf der eigenen Website. Wem der Sound zusagt, der kann sich auf whiteappletree.com die kleine, aber feine EP „Peach Hat“ kostenlos herunterladen! Ansonsten steht das Album „Velvet Mustache“, auf dem auch „Snowflakes“ enthalten ist, schon seit letztem Jahr in den Läden.

Doch nicht nur neue Tracks und Künstler gehen ins Ohr. Auch an „Stay“ von Hurts kann man sich nicht satthören. Nach „Wonderful Life“ eine weitere fantastische Nummer der Briten, die es auch ohne den Soundtrack in die Charts geschafft hätte. Schweiger hat sie dennoch zum Titelsong gemacht und man kann es nicht leugnen: Der Song passt wie die Faust aufs Auge! Auf der Bonus-CD erwarten den Zuhörer auch noch eine weitere Single der Jungs, „Affair“, und ruhigeren Nummern von Eskju Divine, OneRepublic und Unkle Bob.

Ob auf einer oder zwei CDs: „Kokowääh“ macht in jedem Fall alles richtig!

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