Kritik | Kill The Silence von „JENIX“

Küstler:
JENIX
Redaktions-Wertung:
Titel:
Kill The Silence
Release:
15. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Gibt es sie noch, die Bands, die einfach nur für die Musik leben, praktisch auf Tournee erwachsen werden und „Rock’nRoll‘ sind? Im Fall von JENIX schon. Das Quartett verdankt sein Dasein Happy und Krosty, die sich durch eine Big Band kennengelernt und beschlossen haben, eine eigene Formation ins Leben zu rufen. Neben Bass und Gitarre fehlten noch Gesang und Schlagzeug, weshalb Jenny und Jan dazu kamen. 2003 gab es die erste gemeinsame Probe und obwohl sich die Vier eigentlich noch gar nicht kannten, haben sie über die Musik zueinander gefunden. Knapp acht Jahre später steht nun das erste Album in den Startlöchern.

Und die vergangenen Jahre könnten dabei locker eine eigene JENIX-Biographie füllen, denn es ist viel passiert: Aufregende Gigs und Begegnungen, Schicksalsschläge wie ein Hochwasser im vergangenen Jahr oder ein brennender Tourbus. Höhen und Tiefen haben das Debüt der Band immer wieder in weite Ferne rücken lassen und dennoch haben sich Jenny, Jan, Happy und Krosty nie unterkriegen lassen. Sie haben an ihren Erfolg geglaubt und auch viele schöne Momente erlebt. Einer der besten dürfte wohl der 15. Juli 2011 gewesen sein, denn an diesem Tag ist endlich ihr erstes Album „Kill The Silence“ veröffentlicht wurden. Die erste Single „Here We Go Again“ war bereits im März erschienen.

„Kill The Silence“ bedeutet nun schon fast eine neue Zeitrechnung, denn JENIX haben jetzt einen ordentlich gefüllten Terminkalender. Die Promotour durch Deutschland ist bereits in vollem Gange. Ob Augsburg, Berlin oder Travemünde – die Vier sind bis zum Herbst ausgebucht. Ihre Fans dürfte es freuen, denn sie haben lange auf die erste Scheibe gewartet und immer an den Erfolg der vier Zittauer geglaubt. Irgendwie war es auch nur eine Frage der Zeit, denn wer unzählige Bandwettbewerbe für sich entscheiden konnte und von Acts wie Silbermond (aus dem wenig entfernten Bautzen)gefördert wurde, dem stand ganz klar der Durchbruch bevor.

So umfasst „Kill The Silence“ 13 Titel, die in Richtung Pop, Rock und teils Electro gehen und alle englischsprachig sind. Ein bisschen eine Mischung aus Frida Gold und Valentine, die aber keinesfalls überhört ist, sondern eine interessante Bereicherung für die deutsche Musikszene darstellt. Songs wie „Pictures“ oder der Titelsong „Kill The Silence“ haben durchaus Potenzial, auch wenn Jennys Stimme nicht unbedingt den Wiedererkennungswert einer Stefanie Kloß oder Alina Süggeler hat und textlich noch ein wenig Luft nach oben ist. Trotzdem ist es schön, dass der Ehrgeiz und all der Schweiß, der in den letzten Jahren geflossen ist, sich scheinbar ausgezahlt haben.

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