Kritik | “Jede Nacht” von Philipp Dittberner

Küstler:
Philipp Dittberner
Redaktions-Wertung:
Titel:
Jede Nacht
Release:
18. August 2017
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Philipp Dittberner live gesehen habe. Er hatte gerade sein Debütalbum „2:33“ veröffentlicht, hat Songs wie „Wolke 4“ oder „In deiner kleinen Welt“ performt und den ganzen Club mit seiner unverkennbaren Stimme gefüllt. Irgendwie lag es da schon in der Luft, dass er so schnell nicht wieder in so einer kleinen Location spielen wird. Sieht man sich die Dates seiner kommenden Tour hat, wird klar, dass er jetzt ein Großer ist. Und das absolut zurecht!

„2:33“ war ein Riesenerfolg: 50.000 verkaufte Alben, Platz 12 in den Charts, ausverkaufte Tourneen, 2015 und ’16 Nominierungen bei der 1Live Krone und beim Echo. Kein Lied wurde 2015 in Deutschland häufiger runtergeladen als „Wolke 4“, die Single ging mit 600.000 verkauften Einheiten binnen kürzester Zeit dreifach Gold, kurz darauf erreichte die zweite Single „Das ist dein Leben“ ebenfalls Gold-Status. Doch jetzt wird es Zeit für etwas Neues. Jede Nacht ist am 18. August erschienen.

Dreizehn Songs warten darauf, entdeckt zu werden. Darunter das fabelhafte „Ich bin immer noch da“, das einen direkt packt. Ebenso wie „Winter“. Balladeske, ruhige Nummern sind ohne Frage Philipps Stärke. „Ich trete zurück, damit die Musik im Vordergrund stehen kann. Darum gehts mir, das ist mir immer schon sehr wichtig. Das konstruiere ich aber nicht, das passiert einfach so – weil es meine Musik eben so will“, sagt er über seine Musik. 

Genau das spürt man auch. „Jede Nacht“ ist kein Album, das auf Zwang in die Charts will. Es ist ehrliche, sehnsüchtige Musik, die ihren Weg findet. Philipp holt einen dort ab, wo man gerade steht, mit allem Ballast, aller Euphorie, aller Melancholie. Und irgendwie fühlt es sich draußen dann plötzlich gar nicht mehr nach Sommer an. Eher nach Herbst. Und „Jede Nacht“ ist die Jacke, in die wir uns einhüllen – und die perfekt passt. Nur die Ärmel sind ein bisschen zu lang, damit wir unsere Hände darin vergraben können. Jeden Tag. Und jede Nacht. 

TOURDATEN

05.10.2017 / 20:00 Erfurt – Kalif Storch
08.10.2017 / 20:00 Leipzig – Werk 2
09.10.2017 / 20:00 Hamburg – gruenspan
10.10.2017 / 20:00 Bremen – Schlachthof
12.10.2017 / 20:00 Hannover – Capitol
13.10.2017 / 20:00 Karlsruhe – Tollhaus
14.10.2017 / 19:30 Frankfurt – Gibson
17.10.2017 / 20:00 Berlin – C-Theater
18.10.2017 / 20:00 Köln – Gloria
19.10.2017 / 20:00 Dortmund – FZW
21.10.2017 / 20:00 Ulm – Roxy
22.10.2017 / 20:00 München – Clap Club
23.10.2017 / 20:00 Stuttgart – Im Wiezemann
24.10.2017 / 20:00 Zürich – Kaufleuten
26.10.2017 / 20:00 Rosenheim – Ballhaus
27.10.2017 / 20:00 Wien – Chaya Fuera

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