Kritik | Ivy von „Ivy Quainoo“

Küstler:
Ivy Quainoo
Redaktions-Wertung:
Titel:
Ivy
Release:
02. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Do You Like What You See?“ Diese Fragen konnten die Zuschauer der ersten Staffel von „The Voice Of Germany“ (kurz: TVOG) am 10. Februar ganz eindeutig mit einem JA! beantwortet. Da nämlich stand eine vollkommen überwältigte Ivy Quainoo auf der Bühne, wo sie kurz zuvor mit eindeutiger Mehrheit zur Siegerin der Gesangs-Castingshow gekürt worden war. Jetzt mag manch einer die Augen verdrehen, in Hinblick auf andere Castingformate wie „DSDS“ oder „Unser Star für Baku“, aber – TVOG hat sich von Beginn an durch das recht hohe gesangliche Niveau von der Konkurrenz abgehoben. Und deshalb hat zum Schluss auch eine Dame gewonnen, die es absolut verdient hat.

Denn obwohl Ivy bei ihrem ersten Auftritt mit „American Boy“ noch recht schüchtern war, hat sie direkt eine Aura mit ins Studio gebracht, der kurz darauf nicht nur die Jungs von The Bosshoss vollends verfallen sind. Ihre Stimme war ebenso ausschlaggebend für ihr Weiterkommen, denn hier war ganz schnell klar: diese junge Frau hat Talent! Zu diesem Zeitpunkt hat Ivy Quainoo aber sicher nicht mal ansatzweise daran gedacht, dass sie die Show vielleicht gewinnen könnte.

Dem ist aber zum Glück so und natürlich ließ auch das Debütalbum der gerade einmal 20-Jährigen nicht lange auf sich warten. „Ivy“ ist am 02. März erschienen, also knapp drei Wochen nach dem Auslaufen der Show. Viele mögen jetzt von einem Schnellschuss ausgehen, hektisch produzierten Mainstream-Pop ohne Seele. Das Album ist allerdings viel besser geworden, als gedacht.

Den Opener bildet sinnvollerweise Ivy’s Gewinnersong „Do You Like What You See“, den man längst verinnerlicht hat und an dem man sich auch nicht satthören kann. Danach werden die Ohren gespitzt und keinesfalls enttäuscht. Denn auch „Shark In The Water“ oder „You Got Me“ passen wie die Faust aufs Auge. Hier hört man keine verbogene Ivy, die in irgendein Klischee gedrückt werden soll, sondern schlicht Musik mit jeder Menge Soul, eingängigen Melodien und einer grandiosen Stimme. Jeder Titel wirkt stimmig, nicht überzogen. Es ist genügend Platz für Ivy da und die nutzt diesen vollkommen. Diejenigen, welche die Show bzw. speziell das Finale verfolgt haben, dürften sich freuen, dass auch das unglaublich grandiose Duett zu „Shake It Out“ mit „Florence + The Machine“ mit auf den Erstling genommen wurde. Denn spätestens als die beiden Damen Anfang Februar damit auf der Bühne gestanden haben, dürfte allen klar gewesen sein, dass Castingshows durchaus Stars mit internationalem Potential hervorbringen können. Und das die Siegerin der ersten Staffel TVOG eigentlich nur Ivy Quainoo heißen kann.

Die charismatische Sängerin ghanaischer Abstammung hat alles richtig gemacht. Nicht nur mit dem Gang zum Casting, sondern auch mit ihrem ersten Album. „Ivy“ ist rhythmisch, unterhaltsam, warm und anschmiegsam, überhaupt – einfach gelungen! Oder wie Rea sagen würde: Un-fucking-fassbar! Von dieser jungen Frau hört man ganz sicher noch mehr. Und zwar nicht nur in Deutschland.

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2 Kommentare

  1. Nach 6 Monaten kräht nach ihr sowieso kein Hahn mehr. WETTEN…lol

  2. Mal abwarten und geniessen … Beim Raab-Zögling Stefanie Heinzmann wurde ähnliches vorhergesagt und nun überzeugt sie doch schon im dritten Album.

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