Kritik | Invisible Empire // Crescent Moon von „KT Tunstall“

Küstler:
KT Tunstall
Redaktions-Wertung:
Titel:
Invisible Empire // Crescent Moon
Release:
07. Juni 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

KT Tunstall ist die Königin des Folk-Pop-Blues. Und spätestens mit „Suddenly I See“, dem Song, der auch in „Der Teufel trägt Prada“ zu vernehmen war, hat sie sich bei einem internationalen Publikum Gehör verschafft. Dabei ist die schottische Singer/Songwriterin schon seit knapp 13 Jahren im Business.

Vor wenigen Tagen hat sie sich mit ihrem vierten Studioalbum zurückgemeldet: „Invisible Empire // Crescent Moon“. Und sie beweist, dass sie zu ihren Wurzeln zurückkehren und zugleich ihren ganz eigenen Country-Style verfeinern kann. Das Album vereint beschwingte Mitschunkel-Stücke und tiefgründige Balladen, deren Refrains wie bei „Waiting On The Heart“ sofort mitgesungen werden können. Es sind alt beseelte und doch auch neue Songs. Womöglich ist der Albumtitel auch deshalb zweigeteilt.

Und wunderbarerweise gelingt KT der Spagat zwischen langsamen und schnellen Stücken. Wobei man ehrlich sein muss: Ruhige Nummern überwiegen in der Gesamtheit. Mit ihrer melodiösen Schlichtheit haben sie aber ihren ganz eigenen Reiz und schleichen sich unaufdringlich ins Gedächtnis. Die Künstlerin selbst beschreibt das Album als eine Sammlung von „Songs, die mir allesamt aus der Seele sprechen.“ Und genau so fühlt/hört es sich auch an. Als würde man einen Blick in KTs Innerstes werfen.

Beginnt das mit „Invisible Empire“ noch recht optimistisch und in einem angenehmen Tempo, nähert es sich zum Ende hin immer mehr einer süßen Melancholie. Mainstream? Fehlanzeige! „Invisible Empire // Crescent Moon“ ist ein kleiner Schatz. Funkelnd, verführerisch und etwas, das man am liebsten mit niemandem teilen möchte. Ein leichtes und doch schweres Album, das schnell Zugang zum musikalischen Herzen findet und lange nachwirkt. Besonders Stücke wie „Made Of Glass“ oder „Yellow Flower“ ziehen einen in ihren Bann. Nicht zuletzt durch KTs wunderbare Stimme, die stellenweise immer mal wieder an Norah Jones erinnert.

Für Fans von Folk und Country (und KT Tunstall) ist „Invisible Empire // Crescent Moon“ auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Album, das Lagerfeuerromantik aufkommen lässt. Vielleicht ist es sogar etwas zu früh erschienen. Es ist ein perfektes Scheibchen für den Herbst und die etwas kälteren Tage. Wobei: Bei dem deutschen Sommer weiß man ja nie …

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