Kritik | Interpreting The Masters Vol.1 von “The Bird And The Bee”

Küstler:
The Bird And The Bee
Redaktions-Wertung:
Titel:
Interpreting The Masters Vol.1
Release:
3. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Hach ja, die guten alten 80s. Modisch gesehen eine der geschmacklosesten Epochen, musikalisch betrachtet aber ein buntes Potpourri aus Synthesizern, guter Laune und starken Stimmen. Man erinnere sich an Duran Duran, Abba, Culture Club oder deutsche Künstler wie Peter Schilling. Unvergessen ist natürlich auch das legendäre Pop-Duo Hall & Oates, das mit Hits wie „Maneater“ und „Rich Girl“ die Charts gestürmt hat. Und genau dieses haben sich die fabelhaften The Bird and The Bee vorgenommen und auf ihrem Album „Interpreting The Masters“ in ein modernes und dennoch würdevolles Gewand verpackt.

Du Duo, bestehend aus Inara George und Greg Kurstin, hat seit der Gründung im Jahr 2005 bereits zahlreiche CDs veröffentlicht, darunter etliche EPs, Singles und auch Alben wie „The Bird and The Bee“ (2007) und „Ray guns are not just the Future“ (2009). 2010 haben sich die beiden nun an die großen Hall & Oates gewagt und mit „Interpreting the Masters Volume 1: A Tribute to Daryl Hall and John Oates“ ein wahres Meisterwerk kreiert, von dem nicht nur Daryl Hall und John Oates begeistert sein dürften. Ein Tribut, das diesen Namen wirklich verdient.

Was Inara und Kurstin auszeichnet, ist, dass sie die Songs nicht auf Krampf verändern, sondern sie so reduzieren, dass ein fantastischer Sound entsteht, der in erster Linie eines macht: Gute Laune! Die Musik klingt nach 80s, in Kombination mit Electro-Elementen und der markanten Stimme von Inara aber dennoch modern. Bereits „Heard It On The Radio“ legt ordentlich los, wobei hier erwähnt sein muss, dass der Song nicht von Hall & Oates stammt, sondern aus der eigenen Feder der beiden Amerikaner. Spätestens bei „I Can’t Go For That“ ist man dem Duo verfallen, denn die Nummer präsentiert sich locker-flockig und nicht ganz so komplex wie das Original. Fantastisch sind auch „Rich Girl“ und „Sara Smile“, das deutlich temporeicher arrangiert ist als die Version von Hall & Oates und an Simply Red erinnert.

Ein absolutes Highlight und unbedingter Anspieltipp ist für mich „Kiss On My List“, der das Original fast noch übertrifft. Für das Lied spricht, das es bereits mehrfach gecovert wurde, u.a. von Regine Velasquez, Delfina (die stimmlich fast beängstigend nah an Inara George heranreicht) oder Vanessa Falabella. Jede Version hat ihren eigenen Charme, häufig wurde der Song aber im Tempo reduziert. The Bird and The Bee haben stattdessen eine absolute Wohlfühl-Nummer daraus gezaubert. Das ist ihnen im Übrigen auch bei „Maneater“ und „Private Eyes“ gelungen. Wobei man ganz klar sagen muss, dass Hall & Oates hier auch ordentlich vorgelegt haben.

Für mich ist „Interpreting the Masters Volume 1: A Tribute to Daryl Hall and John Oates“ eine mehr als gelungene Cover-Scheibe und der Zusatz “Volume 1” lässt hoffen, dass es demnächst musikalischen Nachschub von dem kreativen Duo geben wird! Für 80s-Fans absolut empfehlenswert!

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