Kritik | Infruset von „Mando Diao“

Küstler:
Mando Diao
Redaktions-Wertung:
Titel:
Infruset
Release:
02. November 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Im neuen Album der schwedischen Indie-Band klingt anfangs nichts nach dem typischen Diao-Sound. Einzig die unverkennbaren Stimmen der beiden Frontsänger Gustaf Norén und Björn Dixgard lassen an die 1999 gegründete Band erinnern. Mando Diao macht vieles anders als in ihren fünf Alben davor. Das wohl erstaunlichste ist, dass sie das komplette Album in Schwedisch ein gesungen haben.

Anlass dieses gewagten Experimentes war der 100. Todestag des schwedischen Dichters Gustaf Fröding. Mando Diao wurde gebeten ein Gedicht des Poeten musikalisch umzusetzen. Am Ende entstand nicht nur ein einzelnes Lied, sondern ein komplettes Album. Eine durchaus gewagte Sache. Mando Diao kann sich dies aber aufgrund ihrer Popularität leisten.

Schon bei den ersten Tönen des Albums, fühlt man sich in einen Gedichtband entführt. Die Lieder können ihren poetischen Hintergrund nur schwer verbergen. Dies klingt einerseits seltsam, andererseits interessant, neu und angenehm. Das Album ist auf Entspannung angelegt und somit weniger tanzbar. Zu den einzelnen Songs lässt sich nur schwer etwas schreiben. Melodisch ist das Album gut abgestimmt und klingt wie aus einem Fluss. Die schwedische Sprache ist ebenfalls angenehm und nicht anstrengend. Die beiden Stimmen der Frontsänger werden noch mehr in den Vordergrund gerückt und überzeugen.

Man kann dieses Album als durchaus gelungen bezeichnen, dies liegt aber vor allem am ungewohnten Schwedisch und der blumigen Poesie. Es ist das Gewagte und Experimentelle was dieses Album spannend macht. Man sollte vor dem Kauf auf jeden Fall in „Infruset“ reinhören, inwieweit einem die poetische, melancholische Musik zusagt.

Dazu findet ihr hier den Album-Player:

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