Kritik | Impossible Dreams von „Lovers Electric“

Küstler:
Lovers Electric
Redaktions-Wertung:
Titel:
Impossible Dreams
Release:
12. August 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Mit „Love Can Save Us“ haben es die zwei Australier David Turley und Eden Boucher in so ziemlich jeden Kopf geschafft und dafür gesorgt, dass man Electro-Pop fortan neu definiert. Denn als Lovers Electric beweisen sie, dass Glam Pop und Dance/Electro Hand in Hand gehen, wenn nicht sogar tanzen. Kein Wunder, die beiden sind schließlich auch abseits der Bühne ein Traumpaar und sogar verheiratet. Wer also bislang nicht wahrhaben wollte, dass Australien musikalisch ordentlich was zu bieten hat, den wird das Debüt „Impossible Dreams“ vielleicht bekehren.

Das steckt voller Magie in Form von elf Titeln, die fulminant vorlegen, aber auch softe Seiten haben. Und es beginnt mit „Beating Like A Drum“. Einem Ohrwurm, der voll mit guter Laune, Energie und Tanzbeat ist und beinahe vor Überschwänglichkeit zu platzen scheint. Gefolgt von „One In A Million“ geht es ähnlich eingängig, wenn auch etwas dramatisch weiter. Den Song haben Lovers Electric an dem Tag geschrieben, an dem der King of Pop gestorben ist. Praktisch als Hommage. Auch hier harmoniert die Stimme von Eden perfekt mit dem elektronisch angehauchten Sound, wobei ihr stellenweise natürlich ihr Mann David zu Hilfe kommt.

„Whenever“ zeigt sich dann etwas sanfter, lebt aber von seiner Melodiosität und dem starken Mittelpart, bevor die erste Single-Auskopplung „Love Can Save Us“ aus den Boxen schallt. Zu diesem Song muss man nicht mehr viel sagen, er ist Pop in seiner schönsten Form. Und auf genau den konzentrieren sich David und Eden, die beiden aus kreativen und musikalischen Familien stammen, auch auf der zweiten Hälfte des Albums, wobei „Say Goodbye“ neben „Without You“ und „Keep The Fire Burning“ zu den ruhigeren Stücken zählt. Auch diese Seite liegt dem Duo und enttäuscht nicht.

Überhaupt steckt das ganze Album so voll Lebensfreude, dass man am liebsten laut schreiend über die Straße laufen möchte. Lovers Electric bringen das knapp mit den Worten „Wir leben in verrückten Zeiten. Vielleicht können wir sie mit ‚Impossible Dreams‘ ein wenig erträglicher gestalten!“ auf den Punkt. Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen, außer: Seit Kylie Minogue war australischer Electro-Pop schon lange nicht mehr so mitreißend!

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