Kritik | If You Wait [Deluxe Version] von "London Grammar"

Küstler:
London Grammar
Redaktions-Wertung:
Titel:
If You Wait [Deluxe Version]
Release:
15. November 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

London Grammar machen keinen Hehl aus ihrer Herkunft. Und sie machen auch keinen Hehl daraus, dass sie verdammt gut sind. Das Trio präsentiert auf seinem Erstling “If You Wait” nämlich ein derart hohes Niveau, dass man seinen eigenen Ohren nicht traut.

Dabei ist die Band etwas, was wir mal wieder dem Internet zu verdanken haben. Denn Ende 2012 haben sich London Grammar mit anonymen Posts zweier Songs (“Hey Now” und “Metal & Dust”) praktisch selbst vorgestellt und schnell Interesse geweckt. Hannah Reid, Dot Major und Dan Rothman veröffentlichten daraufhin die EP “Metal & Dust” und spielten etliche Gigs. Es folgte eine Tour und die Vorfreude auf das Debüt dieser vielversprechenden Band.

Seit wenigen Tagen ist “If You Wait” nun zu haben. Das Ergebnis von 18 arbeitsreichen Monaten. Und es wird allen Erwartungen gerecht! Die Deluxe Version weiß mit insgesamt 17 Titeln inkl. Bonus Tracks zu überzeugen. Mit Feinsinn, einer ganz besonders intimen Note und einer herrlich melodischen Seite des Pops. London Grammar klingen jetzt schon so groß und außergewöhnlich, dass man dem Erfinder des Internets nur ein Stoßgebet zukommen lassen kann.

Ob der beschwingte Opener “Hey Now”, das melancholische “Wasting My Young Years” oder die Hymne “Strong” – man könnte an dieser Stelle wirklich jeden Song der Tracklist aufzählen. Nicht zu vergessen: das Cover von Kavinskys “Nightcall” aus dem Film “Drive”. London Grammar und speziell die Stimme

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von Hannah entwickeln sehr schnell eine eigene Magie. Der Vergleich mit Florence Welche von Florence + The Machine kommt nicht von ungefähr, sondern wird in nahezu jedem Titel belegt.

Die Band hat aber auch sonst nichts dem Zufall überlassen. Für die Zusammenarbeit hat das Trio auf die Produzenten Tim Bran (The Verve, Richard Ashcroft, La Roux) und Roy Kerr alias The Freelance Hellraiser gesetzt. Für die Abmischung holten sie sich KD von Roc Nation (Outcast, Beyoncé, Jay-Z) ins Boot, und Grammy-Gewinner Tom Coyne (21 von Adele) übernahm das Mastern.

Das Ergebnis ist absolut gelungen. Mehr noch. Selten war ein Debüt so in sich selbst ruhend und dennoch kraftvoll. “If You Wait” hält weitaus mehr, als es versprochen hat. London Grammar sind ohne Frage einer der aufregendsten Newcomer in diesem Jahr und für uns ein echter Geheimtipp!

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