Kritik | I Mind von „David Pfeffer“

Küstler:
David Pfeffer
Redaktions-Wertung:
Titel:
I Mind
Release:
09. Dezember 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Er war der Sergeant Pepper der diesjährigen „X-Factor“-Staffel und hat es mit jeder Menge Gefühl nicht nur ins Halbfinale, sondern letztlich sogar aufs Siegertreppchen geschafft. Die Rede ist von David Pfeffer, dem Polizisten aus Duisburg, der von Anfang an mit einer konstant guten Leistung geglänzt und Mentor Till Brönner zu seinem zweiten Sieg in Folge verholfen hat. Und irgendwie ist der Mann mit dem durchdringenden Blick gar kein typischer Castingshow-Star. Er ist ruhig, fast schon bescheiden, gibt sich emotional und erscheint damit vor allem authentisch.

Seit seinem Sieg sind gerade mal zwei Wochen vergangen und fast genauso lange steht sein Debütalbum „I Mind“ schon in den Läden. Dass der 29-Jährige das selbst noch nicht so ganz fassen kann, lässt er immer wieder bei Facebook durchblicken. Am 9. Dezember, dem Veröffentlichungsdatum seines Album, schrieb er beispielsweise: „Ich hoffe, dass ich gleich noch mal in einen Plattenladen gehen kann, um mir mein Album selbst mal zu kaufen… Eine total absurde Vorstellung, dass man es ja quasi überall kaufen kann!“ Zum Schlafen und Realisieren hatte der Gewinner bislang noch nicht wirklich Zeit. Ein Termin jagt den nächsten, denn Promotion funktioniert natürlich nicht von allein.

Obwohl zwischen Sieg und dem Erscheinen des Albums nur drei Tage lagen, ist „I Mind“ keinesfalls ein Schnellschuss geworden. Das Album ist natürlich schon vorab ein stückweit produziert und fertig gestellt worden, wie auch der Longplayer von Nica & Joe (VÖ: 16.12.). Nur zum Album von der Zweitplatzierten, Raffaela Wais, gibt es noch keine genaueren Infos. Es steht aber fest, dass es defnitiv eins geben wird.

Auf „I Mind“ präsentiert sich David in zehn Titeln durchaus entspannt und in der Hauptsache balladesk. Das hatte man nach seiner ersten Single „I’m Here“ auch fast schon erwartet. Dennoch fehlt dadurch ein wenig die Abwechslung und man hätte sich mehr rockige Nummern gewünscht. Denn das ihm die ebenso liegen, das hat er während der zweiten „X-Factor“-Staffel mehrfach bewiesen. Auch, wenn nicht unbedingt von der tänzerischen Seite her.

Ein weiteres Manko ist die recht knappe Laufzeit. Allerdings muss man dabei natürlich die „Castingshow-Umstände“ berücksichtigen. Es ist also definitiv noch Luft nach oben, für den charismatischen Sergeant Pepper. Eine markante und facettenreiche Stimme hat er, seinen eigenen Pfeffer-Style ebenfalls. Jetzt darf man gespannt sein, wie er sich als Künstler in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln wird. Hoffentlich erleidet er nicht das gleiche Schicksal wie seine „X-Factor“ Vorgängerin Edita und bleibt eine musikalische Eintagsfliege.

Wer David Pfeffer live erleben will, hat dazu 2012 im Rahmen einer ersten kleinen Konzerttour die Möglichkeit:

David Pfeffer und Band – live 2012

08.02.2012 – Frankfurt – Batschkapp
09.02.2012 – München – Backstage Halle
11.02.2010 – Köln – Luxor
12.02.2012 – Dorsten – Treffpunkt Altstadt
13.02.2012 – Duisburg – Grammatikoff
14.02.2012 – Bochum – Zeche
16.02.2012 – Berlin – Postbahnhof
17.02.2012 – Hamburg – Knust

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