Kritik | Grandezza von "Zeronic"

Küstler:
Zeronic
Redaktions-Wertung:
Titel:
Grandezza
Release:
28. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Zeronic machen Pop. Und Rock. Keinen Mainstream, nichts wirklich Kommerzielles. Sie beweisen vielmehr ein außergewöhnliches Händchen fürs Songwriting und haben ein ganz eigenes Gespür für Melodien. Davon konnte man sich bereits bei „High Life“, dem Debütalbum der Österreicher, überzeugen und auch jetzt, beim vierten Album „Grandezza“, ist es nicht anders.

Ja, Zeronic kommen aus unserem alpinen Nachbarland. Es mag vielleicht noch nicht jeder etwas von ihnen gehört haben, aber die drei Musiker versuchen das konsequent zu ändern. Dazu haben sie sich frei von Zwängen, frei von einem auferlegten Pop-Korsett gemacht und rollen das Feld von hinten auf. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Die Songs auf ihrem neuen Longplayer leben von einem gewissen Spirit längst vergangener Tage. Man spürt die Leidenschaft aus der Anfangszeit der Band, begreift aber gleichzeitig, dass sie diese jetzt in einem völlig veränderten Format ausleben können. Die Tracklist von „Grandezza“ ist glamourös, elegant und selbstbewusst.  Und woher dieses Vertrauen in die eigene Musik kommt, ist klar: Zeronic haben in den letzten Jahren etliche Tourneen absolviert, die österreichische Festivallandschaft belebt und auch in London oder New York für „Aufhorchen“ gesorgt.

Auch bei „Grandezza“ hat die Band einiges anders gemacht. Die Aufnahmen haben nicht in einem gewöhnlichen Studio, sondern online slots vielmehr in einer mobilen Variante stattgefunden. Mitten in der Toskana. Und wen würde die traumhafte Landschaft dort nicht beflügeln? „Wir sind in der glücklichen Lage, die Produktion der Musik als integralen Bestandteil des kreativen Prozesses sehen zu können. Bei all der Reibung, die dabei natürlich auch entsteht, gehören die Aufnahmen in Italien zum Spannendsten und Intensivsten, was wir bis jetzt erlebt haben“, so die Band.

Davon hat auch der Zuhörer etwas, denn „Grandezza“ ist mitreißend und und zugleich zerbrechlich geworden. Aber auch ziemlich rockig und mit Ecken und Kanten. Eben ein Album, das zum Leben aufruft und weniger zum Grübeln. Das zeigen besonders Songs wie der Opener „Let“s Fool The World“ oder „Nights“.

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