Kritik | Good News von „Lena“

Küstler:
Lena
Redaktions-Wertung:
Titel:
Good News
Release:
7. Februar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Auf zur nächsten Runde könnte das Motto lauten, mit dem Lena die Songs für ihr zweites Album “Good News“ zusammen gestellt hat. Denn die 12 Titel des Albums sind all die Songs, mit denen Lena gleichzeitig den deutschen Vorausscheid zum Eurovision Song Contest 2011 bestritten hat. Dabei hat die gerade frisch mit der Goldenen Kamera ausgezeichnete Lena gemeinsam mit Stefan Raab zwei der Titel selbst geschrieben und sich dazu Künstler wie beispielsweise Aloe Blacc mit ins Boot geholt.

Den Anfang macht mit dem Song “Good News“ gleich auch der Namensgeber des Albums. Dieser sehr leichte und frische Song ist einer von zwei Titeln der Komponistin Audra Mae. Der andere Titel “A Good Day“ ist ähnlich und spiegelt die offenbar sehr positive Lebenseinstellung der Komponistin wider. Lena kann beiden Titeln mit ihrer lebhaften Art viel Esprit einhauchen.

Den zweiten Titel “What Happended To Me“ hat Lena in Zusammenarbeit mit Stefan Raab produziert. Der fröhliche Titel erzählt ein wenig Lenas Erlebnisse seit letztem Jahr und was ihr so alles passiert ist. Dieser Titel schaffte es in die Entausscheidung von “Unser Song Für Deutschland“, wird dort aber wahrscheinlich nur Außenseiterchancen haben. Der andere Titel der gemeinsamen Produktion ist “Mama Told Me“. Dieser Song gilt nach der Vorentscheidung als einer der beiden Favoritentitel. Diese sehr funkige Song mit seinem breiten Arrangement an Instrumenten bringt das Publikum in Bewegung. Er passt so extrem gut zum Eurovision Song Contest und empfiehlt sich vor allem für Musik-Fans der 1970er Jahre.

“A Million And One“ der aus Hannover stammenden Komponisten Stavros Ioannou und Errol Rennalls hat es ebenso in die Finalshow geschafft. Das ist ein typischer Song, der mit seiner schrägen Melodie erst nach dem dritten oder vierten Anhören richtig gut klingt.

Vom Komponistenduo Schaub/ Lammers stammen die beiden Finaltitel “Maybe“ und “Push Forward“. “Maybe“ ist ein schnellerer Titel, der gut ins Radio passt. Der Geheimtipp dieses Albums ist aber die sehr intensive Ballade “Push Forward“. Hier singt Lena zwar sehr leise, aber ihre Stimme wirkt äußerst durchdringend. Mit “I Like It“ folgt gemeinsam mit “Teenage Girls“ einer der beiden eher unscheinbaren Titel.

Der zehnte Song “Taken By A Stranger” ist neben “Mama Told Me“ der zweite Favoritentitel. Dieser sehr mysteriöse Song ist auf jeden Fall außergewöhnlich und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Problematisch könnte es aber werden, wenn die Zuhörer den Song mit Vampiren verbinden. Denn das könnte wie der Versuch gewertet werden, aus der Hysteriewelle um die Twilight-Filme Kapital zu schlagen.

Schade ist, dass es sowohl der von Stefan Raab alleine eingereichte Titel “That Again“ und “At All“ von Aloe Blacc nicht in die Finalshow geschafft haben. “That Again verfügt über ein tolles Arrangement an Instrumenten und Lena verleiht dem Song eine fast frühlingshafte Leichtigkeit. Es ist mein Lieblingstitel dieses Albums. Auch der von Motown-Klängen durchdrungene Song “At All“ konnte das Publikum leider nicht überzeugen.

Mit “Good News“ ist Lena ein hörenswerter Nachfolger ihres Debütalbums “My Cassette Player“ gelungen. Mit den neuen Titeln kann Lena jetzt auf eine gute Auswahl an Songs zurück greifen, um damit bei ihrer ersten Live-Tour die Fans in der Halle begeistern zu können.

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