Kritik | Going back von „Phil Collins”

Küstler:
Phil Collins
Redaktions-Wertung:
Titel:
Going Back
Release:
10. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Musikkarriere von Phil Collins ist schwer zu beschreiben. Alles was Phil Collins anfasst scheint sich in Gold zu verwandeln. So konnte er bereits ab den 1970er Jahren große Erfolge mit der Band Genesis feiern, die man nach dem Ausstieg von Peter Gabriel fast zum Tode verurteilt hatte. In den 1980er Jahren startete Phil Collins mit seiner Solokarriere durch.

Mittlerweise schreibt er Kompositionen für Disney und konnte sogar für die Filmmusik von Tarzan einen Oscar einheimsen. Seine Arbeit als Produzent ist genau erfolgreich wie seine Soloprojekte. Teilweise war Phil Collins auch selbst schauspielerisch tätig. Obwohl Phil Collins bekannt gab, seine Live-Auftritte auf Grund von Taubheit in den Händen nach einer Halswirbeloperation beenden zu wollen, gibt es nun ein neues Album von Phil Collins. Der Longplayer lautet auf den Namen „Going back“ und beinhaltet alte Motowntitel.

Wer Phil Collins einmal Live erlebt hat, wird diese Entscheidung zutiefst bedauern. Schon allein die Live-DVD „Finally … The first Farewell Tour“ gibt einen winzigen Einblick über sein einzigartiges Können. Die Schlagzeugeinlagen sind gigantisch.

Mit dem neuen Longplayer bekommt der Hörer insgesamt 18 gute alte Songs auf die Ohren. Ein Album voller Klassiker. Damit soll sich Phil Collins einen alten Traum erfüllt haben. Die einzelnen Songs hat Phil Collins mit seiner eigenen Note von seinem Musikverständnis ausgearbeitet, ohne dass sie ihren eigenen Charakter verlieren. Musikalisch ist „Going back“ ein Hochgenuss, da sich die Tracks nicht nach Coverversionen anhören. Dieser Eindruck entsteht nur bei „Papa was a Rolling Stone“. Das mag jedoch daran liegen, dass der Song schon zig tausend mal gecovert wurde und ein Evergreen ist. Phil Collins sorgt mit seiner Professionalität für Überraschungen.

Wer ein typisches Phil Collins Album erwartet, wird jedoch enttäuscht sein. Die Trackliste ist nicht typisch Phil Collins und auch anhand der Motownsongs nicht zu erwarten. Vielleicht setzt Phil Collins einen neuen Trend. Lange Zeit waren ja alte Swing-Klassiker in Mode.

„Going back“ ist ein musikalisch gut durchdachtes Album mit dem feinen Flair eines Phil Collins. Durchweg kann man sämtliche Titel als gut beurteilen. Anspieltipps sind „Going back“ und „Blame it on the sun“. Das Booklet ist mit alten Bildern der Motownkünstler und Phil Collins bestückt. Die CD selbst wurde in Form einer alten Langspielplatte gestaltet.

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