Kritik | Flags von „Brooke Fraser“

Küstler:
Brooke Fraser
Redaktions-Wertung:
Titel:
Flags
Release:
01. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Wie aus dem Nichts war die Neuseeländerin Brooke Fraser plötzlich da und hat mit ihrer eingängigen Single „Something In The Water“ mal eben einen DER Ohrwürmer in diesem Sommer in die Menge geworfen. Wie einen Angelköder. Angebissen haben genug, denn die Nummer will gar nicht mehr aus den Charts. Dabei ist Brooke gar nicht so ein Branchen-Neuling, wie man vielleicht vermutet. Bereits mit 12 hat sie eigene Songs geschrieben und seit ihrem 18. Lebensjahr bereichert sie die neuseeländische Musiklandschaft äußerst kreativ. Höchste Zeit, dass auch wir hier in Deutschland davon etwas mitbekommen, denn ihr am 1. Juli erscheinendes Album ist schon ihr drittes Werk!

Es trägt den Namen „Flags“ und hat in Neuseeland bereits Dreifach-Platin eingefahren. Ein Grund mehr, sich die scheinbar ruhige Brooke mal etwas genauer anzusehen. Auffällig ist nämlich nicht nur ihre Sopranstimme, sondern auch ihr Gespür für sommerliche, leicht melancholische Popsongs. So folgen auf den Opener „Something In The Water“ großartige Titel wie „Betty“, das sanfte „Who Are We Fooling“ feat. Aqualung, „Ice On Her Lashes“ oder „Coachella“. Kein Song gleicht dem Anderen und die Lyrics der 26-Jährigen sind beeindruckend tiefgründig. Sie singt von Schmerz und Trauer, Ängsten und Träumen. Dabei zeigt sie sich zeitgenössisch und zugleich atmosphärisch. Und: Sie hat ihr Album „Flags“ auch noch selbst produziert und alle Songs im Alleingang geschrieben!

Man kann nur den Hut ziehen vor der jungen Dame. Hier hat man es mit einer Sängerin zu tun, die tief in ihrer Musik verwurzelt ist. Die sich nicht selbst vermarkten will und eine Rolle spielt, sondern die sich einfach nur authentisch gibt und mit genau diesem Charme begeistert. Die ihre Gedanken in wunderbare Songs verpackt und mit „Flags“ ein Album liefert, das seinem Ruf mehr als gerecht wird. Die elf Tracks sind der beste Beweis! Und es dürfte nicht überraschen, wenn die CD auch in den deutschen Charts ihren Platz einnimmt. Man kann nur hoffen (und ist sich zugleich eigentlich sicher), dass Brooke Fraser sich unter diesem medialen Spotlight, das auf sie gerichtet ist, nicht verbiegen lässt und weiter ihren Weg geht.

Wer sie dabei begleiten will, sollte sich die Tourdaten der Neuseeländerin ganz genau einprägen:

Tour: 15.09. Baden-Baden, SWR3 New Pop Festival, 16.09., Frankfurt, Batschkapp, 17.09. Nürnberg, Hirsch, 20.09. München, Ampere, 22.09. Köln, Kulturkirche, 24.09. Hamburg, Reeperbahn Festival, 01.10. Berlin, Postbahnhof, 02.10. Bochum, Zeche

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