Kritik | Fall To Grace von „Paloma Faith“

Küstler:
Paloma Faith
Redaktions-Wertung:
Titel:
Fall To Grace
Release:
29. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Wenn es so etwas wie ein Pop-Chamäleon gibt, dann ist wohl kaum eine andere Künstlerin als Paloma Faith dafür prädestiniert. Sie hat alles, was es braucht und ist praktisch das perfekte Gesamtpaket: Sängerin, Schauspielerin, Entertainerin, Faszination. Paloma Blomfield, so ihr bürgerlicher Name, ist fast schon ungerecht vielseitig begabt. Immerhin haben wir davon so tolle Alben wie „Fall To Grace“. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Schon das Debütalbum „Do You Want The Truth, Or Something Beautiful?“ von 2009 konnte überzeugen. Es war voll mit vorlauten Pop-Nummern, Beats, Epik, aber auch Retro-Charme. Über eine halbe Million Mal verkaufte sich die Scheibe. Es folgten eine Nominierung als „Best British Female“ der Brit Awards und ein Duett an der Seite von Cee-Lo Green, auf Wunsch von Chaka Khan eine Performance von „I‘m Every Woman“ vor 50.000 Menschen und eine Einladung von Annie Lennox als Support für ihren Auftritt beim „International Woman Day“ verpflichtete. Noch Fragen?

Die Britin ist viel mehr als eine gewöhnliche Künstlerin. Sie hat ihre eigene Meinung und für die tritt sie ein. Außerdem hat sie einen Abschluss in „Contemporary Dance“ und einen Master-Abschluss in zeitgenössischer Kunst. Man fragt sich wirklich, ob es irgendetwas gibt, was die 26-Jährige nicht kann. Am ihrem neuen, zweiten Album „Fall To Grace“ gibt es ebenfalls nicht viel auszusetzen. Die Tochter spanisch-britischer Eltern hat sich dazu entschlossen, aus all ihren Talenten zu schöpfen und zieht wortwörtlich emotional blank. „Es fühlt sich an, als gehöre es zu mir und ich gehöre unweigerlich zu diesem Album“, so Paloma.

Es ist vor allem die Zusammenarbeit mit Songwritern wie Ed Harcourt, Matt Hales, Dan Wilson (Adele), Wayne Hector (Britney, Westlife), und sogar Filmmusik-Komponist David Arnold, die „Fall To Grace“ klanglich so abwechslungsreich und trotzdem zu einem komplett zusammenhängenden Werk macht. Von Disco und Dance bis hin zu Drama ist alles vertreten. Dazu Paloma Faiths markante Stimme – eine schöne Symbiose. Besonders bei „30 Minute Love Affair“. Auf der Deluxe Edition ist der Song auch noch in einer Acoustic Version zu hören. Seit gestern sind beide Ausführungen im Handel erhältlich.

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