Kritik | Eliza Doolittle von „Eliza Doolittle“

Küstler:
Eliza Doolittle
Redaktions-Wertung:
Titel:
Eliza Doolittle
Release:
10. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Eliza Doolit(t)le ist ein Name, der eine große Karriere zu versprechen scheint: Einst hat er Audrey Hepburn in der Musicalverfilmung „My Fair Lady“ eine Nominierung als beste Hauptdarstellerin eingebracht und auch der jungen britischen Singer-Songwriterin Eliza Sophie Caird öffnet er die Tür ins Musikgeschäft. Die 22-jährige Londonerin hat den Rhythmus im Blut. Wie sollte es auch anders sein, wenn Mommy und Daddy Sängerin bzw. Theater-Regisseur sind.

Die erste Single „Skinny Genes“ hat sie in ihrer britischen Heimat direkt mal in die Top 30 Charts katapultiert und ihr sonniges, gleichnamiges Debüt-Album rangiert derzeit auf Platz 3 in der UK-Hitlist. Rein optisch erinnert Eliza Doolittle an Miley Cyrus, rein stimmlich an eine Mischung aus Lily Allen und Duffy und musikalisch an The Beach Boys, die Swinging 60s und verspielten Pop. Ebenso bunt ist das Cover ihres Albums, auf dem 13 unterhaltsame, unaufdringliche, fast schon nostalgische Songs darauf warten, gehört zu werden. Titel wie „Moneybox“ oder „Rollerblades“ machen das akustische Bonbon perfekt. Dabei klingt Eliza Doolittle sehr viel reifer, als man es vielleicht erwarten würde.

Das größte Ohrwurm-Potenzial beweisen die bereits erwähnte Single „Skinny Genes“, in der es um schlechte Gene geht, „Mr Medicine“, „So High“ und „Pack Up“, mein persönlicher Anspieltipp. Das Album überrascht in jedem Fall. Mal mit Swing- und Jazz-Elementen, mal mit lebendigem Pop. Eliza schreibt Songs seit 12 ist, hatte mit 15 bereits einen Deal mit einem Verlag, für den sie komponierte, und so verwundert es nicht, dass sie an jedem Song auf ihrem Album mitgeschrieben hat. Dieses Fräulein Wunder ist definitiv keine Eintagsfliege, so viel ist sicher. Und dabei ist sie auch noch so bescheiden. Das Wichtigste ist für Sie, dass Leute Spaß an Ihrer Musik haben. Mit ihrem Debüt-Album „Eliza Doolittle“ dürfte sie da voll ins Schwarze getroffen haben.

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