Kritik | Doo Wops And Hooligans von „Bruno Mars“

Küstler:
Bruno Mars
Redaktions-Wertung:
Titel:
Doo Wops And Hooligans
Release:
14. Januar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

War es das Video? Sein Blick? Oder einfach nur seine Stimme? Keine Ahnung, wie es Bruno Mars angestellt hat, aber seit er den Song „Just The Way You Are“ veröffentlicht hat, liegen ihm die Frauen zu Füßen. Dabei ist der gebürtige Hawaiianer gar kein Unbekannter im Musikgeschäft: Als Singer-Songwriter und Produzent hat er bereits an Hits wie „Nothin‘ On You“ von B.o.B.  oder „Billionaire“ von Travie McCoy mitgewirkt und u.a. den R&B-Gesang beigesteuert. Als Mit-Texter hat er Cee Lo Green, K’naan und anderen zu Erfolg verholfen. Es wurde also höchste Zeit, dass dieser talentierte Musiker eigene Tracks veröffentlicht und sich Gehört verschafft.

Im Mai 2010 hat er sich dies zu Herzen genommen und seine Debüt-EP „It’s Better If You Don’t Unterstand“ auf den Markt gebracht. Kurz darauf folgte die Single „Just The Way You Are“. Die bahnte sich als charmante Liebeserklärung den Weg in die Charts und schaffte es sowohl im UK als auch in den USA auf Platz 1. Bis heute wurde die Nummer über fünf Millionen Mal verkauft und auch das dazugehörige Album „Doo Wops And Hooligans“ dürfte begehrt sein. Während die Scheibe in den USA, wo sie aktuell auf Platz 3 steht, bereits im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, ist sie hierzulande erst in diesen Tagen erschienen.

Darauf finden sich zehn Tracks inklusive zwei Featurings. Für „Liquor Store Blues“ hat sich Bruno Mars Damian Marley an die Seite geholt, bei „The Other Side“ haben sich Cee Lo Green und B.oB. für seinen früheren Einsatz revanchiert. Bereits der Opener „Grenade“ ist, getreu seines Titels, eine echte Granate und der perfekte Einstieg. Die Nummer toppt den Folgetitel „Just The Way You Are“ sogar noch und ist zu Brunos dritten Nummer-eins-Hit in den USA geworden. In Deutschland wird es sicher auch nicht lange dauern, bis Bruno Mars damit in den Charts vertreten ist.

Den zwei Hit-Singles folgt „Our First Time“, eine etwas ruhigere Nummer mit leichten Reggae-Elementen, die sich, wie auch „The Lazy Song“, als äußerst einprägsam erweist. Und auch „Runaway Baby“ kann überzeugen. Hier präsentiert sich Mars rockiger, was ihm aber durchaus steht. „Marry You“ glänzt in der Manier der ersten beiden Titel auf dem Album und ist ein Track, der auf Anhieb gefällt. Scheint, als wären Liebesschwüre die große Stärke des musikalischen Hawaiianers, denn auch bei „Talking To The Moon“, einer wunderschöne Ballade, und „Count On Me“ kann er diesbezüglich punkten.

Wer sich übrigens über den Albumtitel „Doo Wops And Hooligans“ wundert, hier ist die Erklärung: Bruni ist ein großer Fan der Doo-Wop Musik, weshalb er diesen Sound hat einfließen lassen. Er mag die klare und schöne Message, die dahinter steckt, und nennt seine Freundin liebevoll „Doo Wop“. Da sich auf dem Album sowohl Songs für Männer als auch Frauen finden, stehen die Doo-Wops praktisch für die Ladies und die Hooligans für die Jungs. Gewöhnungsbedürftig, aber die Musik stimmt. Mal romantisch, mal dramatisch, mal humorvoll – Bruno Mars hat’s drauf. Schade, dass die Tracklist nur zehn Titel umfasst.

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1 Kommentar

  1. Bruno Mars / Peter Hernandez 27 ist Songwriter und Produzent für Flo Rida, Adam Levine, Sean Kingston um nur ein paar im Musikbusiness etablierte Größen zu nennen
    ; ein wahres wirkliches Multitalent , der an diversen Top 10 Songs mitgeschrieben hat ; u.a. B.O.B. – Nothin´On You ( platz 1 der Billboard Hot 100), Flo Rida – Right Round ( platz 1 UK (25 Wochen), CH (14 Wochen) und K´naan – Wavin´Flag ( platz 1 DE, platz 1 CH).

    Mit seinem Debütalbum „Doo-woop´s and Hooligans“ zeigt uns der 27-Jährige, was er als R & B Sänger draufhat (Grammy Gewinner ( Best male Vocal Performance für die Single „Just the way you are“ aus seinem Debütalbum).

    Dass er auch am Mikro überzeugen kann, bewies er bereits im Song „Nothin ´but You“ feat. B.O.B..

    In „Doo-Woops & Hooligans“ finden sich verschiedenste musikalische Einflüße, mit denen er bereits im Kindesalter dank seiner musikalischen Familie in Berührung gekommen ist:
    Zum einen Hip Pop, Rock, R & B und Reggae.
    Er präsentiert uns insgesamt 11 Songs und eine akustische Klavierversion von „Talking to the moon . Das Album hat eine Gesamtlänge von 40 Minuten, mal lässig cool,dann locker und leicht und manchmal trieft es nur so vor Romantik („ Just the way you are“, „Talking to the moon“, „Marry you“ ) .
    Bei vielen seiner Lieder hat man das Gefühl dass sie direkt am Strand von Waikiki oder auf Kuba in einem Straßen-Cafe aufgenommen wurden.
    Und obwohl er soviel Herzblut in sein Debüt-Album reingesteckt hat ist die Thematik dann doch etwas eintönig geraten („Grenade“, „Just the way you are“, „Marry you“, „Count on me“, „Talking to the moon“, „Our first time“, „Somewhere in brooklyn“)und man will ihm sagen, dass es ausser Liebe noch andere durchaus musikalisch ausschöpfbare Themen gibt.

    Mein Fazit:

    Bruno Mars ist unbestritten ein hervorragender Sänger , der gesanglich zur Zeit viele in den Boden schmettern könnte. Zudem hat er einen Riecher für überzeugende Melodien, eingängige Beats und Texte, die einem noch Wochen in den Ohren stecken bleiben.

    Was die musikalischen Aspekte angeht, hat Mars mit „Doo-Wops & Hooligans“ ein vielfältiges Album geschaffen, nur was die Thematik angeht, hätte er doch etwas mehr Schaffensgeist einsetzen sollen ; Denn nach und nach wirkt das Thema Liebe und all´die Möglichkeiten, wie man dies ausleuchten kann, doch langsam ausgelutscht.

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