Kritik | Die Mathematik der Anna Depenbusch von „Anna Depenbusch“

Küstler:
Anna Depenbusch
Redaktions-Wertung:
Titel:
Die Mathematik der Anna Depenbusch
Release:
14. Januar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Gibt es sie, die Formel für die ewige, glückliche, alles übertreffende Liebe? Eine Frage, die sich Anna Depenbusch seit vielen Jahren stellt. Die Hamburgerin war als Teenager von dem Buch „Die Mathematik der Nina Gluckstein“ fasziniert und hat sich von diesem nicht nur zu den Texten ihres neuen Albums, sondern auch zum Titel inspirieren lassen. Sie singt über Hollywood, Tim, Tina und Klaus, Küsse und Astronauten. Kurzum über ein kunterbuntes Allerlei, das auch ohne rosarote Brille wie eine Seifenblase schimmert.

Ihr Erstlingswerk hat die experimentierfreudige Anna bereits 2005 veröffentlicht. „Ins Gesicht“ hieß es und brachte ihr mit dem Song „Heimat“ direkt eine Nominierung für den „Deutschen Musikautorenpreis“ ein. Anna textet, komponiert und produziert nämlich alle Tracks selbst und ist praktisch ein Multitalent. Wenn auch nicht auf dem Gebiet der Mathematik, wie sie selbst gesteht. Zahlen umgeben sie dennoch überall: Sie ist 33, steht beim Label 105 Music unter Vertrag und tobt sich auf „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ in zwölf völlig unterschiedlichen Liedern aus.

Den Anfang macht dabei „Tim liebt Tina“, ein unbeschwerter Walzer über eine verzwickte Dreiecksbeziehung, der dazu animiert, ins Beziehungskarussell mit einzusteigen. „Glücklich in Berlin“ lockt dagegen mit Countrysound und beschäftigt sich mit der Frage, wo man zuhause ist.  Eine Thematik, die Anna auch im bereits erwähnten Stück „Heimat“ abgehandelt hat. Ähnlich melancholisch und ruhig präsentieren sich Titel wie „Madame Clicquot“, „Das Lied vom Kuss“, „Wenn du nach Hause kommst“, „Ebbe und Flut“ oder „Kommando Untergang“. Mit „Wir sind Hollywood“ könnte Anna glatt gemeinsam mit Marina & The Diamonds auf Tour gehen. Deren „Hollywood“ klingt nämlich gar nicht wirklich anders, rechnet aber ebenso konsequent mit der Traumfabrik ab. Mindestens genauso temporeich kommt die Haifischpolka „Tanz mit mir“ daher. Hier hört man ganz deutlich, wo das Herz des Hamburger Mädels schlägt. Gearbeitet hat Anna an ihrem Album aber nicht nur in der Hafenstadt, sondern auch im Schloss Salzau am Selenter See und einer dazugehörigen Hütte im Wald. Für die Aufnahmen ging es u.a. nach Polen, wo an den Arrangements auch ein Orchester beteiligt war.

Dabei wird deutlich, dass Anna keinem Schema folgt, sondern sich von allem, was sie umgibt, inspirieren lässt. Sie singt unbeschwert und frei von der Leber weg. Eins steht fest: Die Formel zum Glücklichsein hat sie längst gefunden!

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