Kritik | Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiss von „Anna Depenbusch“

Küstler:
Anne Depenbusch
Redaktions-Wertung:
Titel:
Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiss
Release:
23. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Das Album „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ war im Januar 2011 ein riesiger Überraschungserfolg. Die talentierte Hamburger Sängerin konnte sich in den Top 20 der Charts platzieren und erhielt unzählige positive Kritiken für ihr Debüt. Anna war überwältigt von der Resonanz, allerdings keimte in ihr mehr und mehr der Wunsch auf, alle Stücke nochmals aufzunehmen. Allein, am Klavier. „Ich war es den Liedern schuldig“, sagt Anna.

Und so hat sie ihren Traum umgesetzt und allen Titeln ihres Albums durch Klavier-Arrangements eine interessante neue Färbung verpasst: sehr privat und intim und fast schon im Stil französischer Chansons. Und das, obwohl Anna das Klavier früher eigentlich gehasst hat. Erst vor drei Jahren hat sie entdeckt, welch wunderbare Möglichkeiten ihr die schwarz-weissen Tasten bieten und dies direkt für „Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiss“ genutzt.

Dabei hat sie gänzlich auf großes Trara verzichtet und war stattdessen allein mit ihrer Stimme, ihren Liedern und dem Klavier. Sie war neugierig auf sich selbst und hat sich noch mal vollkommen neu auf ihre Musik eingelassen. Und das hat sich gelohnt. Denn mit der neuen Auflage des Albums zeigt Anna Depenbusch, welchen Stand sie im Kosmos der deutschen Pop-Damen hat und leuchtet noch heller als zuvor. Dabei zeigt sie aber auch Kontraste und genau das ist es letztlich, was „Die Mathematik der Anna Depenbusch in Schwarz-Weiss“ so interessant gestaltet.

Anna sieht sich aber nicht als Pianistin. Sie spielt einfach nur Klavier und gibt sich den Melodien hin.“Wenn ich mich selber am Klavier begleite, habe ich totale Freiheiten. Ich kann viel mehr im Tempo variieren, in der Dynamik. Ich kann spontan entscheiden, ich spiele jetzt etwas anderes“, so Anna selbst.

Ihre Zuhörer überrascht sie auf dem Album nicht nur mit tollen Songs, sondern auch mit zwei wunderschönen Instrumentalstücken – „Träumerle“ und „Fräulein im Walde“ – denn manchmal braucht Musik eben keine Worte. So wie man auch das fantastische Album nicht mit Floskeln zudecken muss. Was Anna Depenbusch hier zeigt, ist Poesie pur. Melancholisch, verträumt, verspielt. Damit hat es die Hamburgerin mehr oder weniger geschafft, sich selbst zu übertreffen und ist dorthin zurückgekehrt, wo ihre Songs einen Anfang genommen haben: am Klavier! Könnte es eine bessere Grundlage für eine große Tour geben?

12.10.2011 Bremen Kulturzentrum Lagerhaus
16.10.2011 Oldenburg Theater Laboratorium
25.10.2011 Darmstadt Centralstation
26.10.2011 Stuttgart Wagenhallen
27.10.2011 Münster Hot Jazz Club
05.11.2011 Paris Maison-Heinrich-Heine
12.11.2011 Fürth Kulturforum
13.11.2011 Berlin Heimathafen
23.11.2011 Cottbus Weltspiegel Cottbus
24.11.2011 Frankfurt/Oder Festival transVOCALE / Kleist Forum
25.11.2011 Elmshorn Stadttheater
28.11.2011 München Lustspielhaus
29.11.2011 Leipzig Moritzbastei
13.12.2011 Düsseldorf Savoy Theater
14.12.2011 Oberhausen Ebertbad
15.12.2011 Osnabrück Lagerhalle
16.12.2011 Wittlich Synagoge
18.12.2011 Murten Hotel Murten
19.12.2011 Freiburg Jazzhaus

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