Kritik | Delta Machine von "Depeche Mode"

Küstler:
Depeche Mode
Redaktions-Wertung:
Titel:
Delta Machine
Release:
22. März 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Pioniere des Elektropop verblüffen wieder einmal ihr Publikum. Denn mit “Delta Machine“ gelingt Depeche Mode der Zugang zum Blues in einer Weise, den es so noch nie gegeben hat. Dave Gahan betonte zuletzt in einem Interview, dass es seine Arbeit mit den Soulsavers gewesen sei, die ihn erneut ins Studio getrieben hat. So brachte

er seine neuen Ideen auch ins Songwriting ein und erschuf gemeinsam mit Martin Gore diesen neuen Sound. Den Zugang zum Blues haben sie auf früheren Alben schon gezeigt. Nun bricht diese Liebe zum Delta-Blues der amerikanischen Südstaaten endgültig durch. Daher auch der Albumname “Delta Machine“ als Anspielung auf diesen Bluesstil.

Es ist ein Album, dass voll ist von außergewöhnlichen Soundexperimenten. Teilweise klingt es schmutzig, teilweise wie Störgeräusche. So klingt “Welcome To My World“ anfangs recht bizarr, bevor der Song richtig explodiert. Auch die erste Single “Heaven“ steigert sich im Verlauf gewaltig hoch und reißt den Zuhörer emotional mit. Die treibenden Beats und die kleinen Elektro-Explosionen in “My Little Universe“ sind ein Tanzbefehl in jedem Club und laden gerade dazu ein, dass sich die DJs für einen Clubmix darauf stürzen. Ebenso geeignet ist dafür der Science-Fiction Sound von “Alone“.

Bei “Slow“ und “Goodbye“ bricht dagegen der Südstaaten-Blues so richtig durch und vor allem die Fans von True Blood werden diesen Sound lieben. Für die Pop-Fans haben Depeche Mode mit “Soothe My Soul“ ebenfalls ein echtes Schmankerl produziert.

Der Mix an Songs ist bei “Delta Machine“ durchaus gelungen. Der Stil ist für meinen Geschmack etwas düsterer geworden. Aber jeder Fan von Depeche Mode kann sich gut vorstellen, wie sie diesen Sound dann live auf die Bühne bringen. Daher werden nach der fast ausverkauften Stadiontour im Sommer auch die sieben Hallenkonzerte im Herbst vermutlich rasend schnell ausverkauft sein.

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