Kritik | December von „Scala & Kolacny Brothers“

Küstler:
Scala & Kolacny Brothers
Redaktions-Wertung:
Titel:
December
Release:
09. November 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Es gibt einen Chor aus Belgien, der es geschafft hat, internationale Bekanntheit zu erlangen. Besonders dadurch, dass großartige Songs aus dem Pop- und Rockbereich (u.a. „Creep“ von Radiohead und „Engel“ vom Rammstein) teils sehr mystisch adaptiert wurden. Unter der Leitung von der Kolacny Brothers ist der Scala-Mädchenchor schnell zu einer bekannten Gruppierung aufgestiegen,  mit zahlreichen Auszeichnungen. Inklusive Auftritten bei englischen Gala-TV-Shows wie der Royal Variety Show und BBC Sports Personality of the Year.

Zahlreiche Alben und Veröffentlichungen sind bereits erschienen. Nicht alle waren zu 100% gelungen, aber dennoch hat der Chor eine treue und stetig wachsende Fangemeinde. Mit der Veröffentlichung des neuen, winterlichen Albums „December“ dürfte sich daran nichts ändern. Denn darauf präsentieren Scala – passend zum Titel – Songs, die mit der Winter- und Weihnachtszeit verbunden sind. Darunter Originale von Linkin Park, Coldplay, Joni Mitchell, Prince oder Sarah McLachlan. Und Wham (den Titel muss man an dieser Stelle wohl nicht mehr hinzufügen).

Was allen 15 Titeln gemein ist, ist die leichte, atmosphärische Stimmung, die teils auch festlich anmutet. Während bei den ersten Tracks ausnahmslos der Chor zu hören ist, meldet sich mit Filip Huyghebaert bei „Christmas Must Be Tonight“ auch ein Solosänger zu Wort. Bei „It’s Christmas! Let’s Be Glad“ und „Eskimo“ ist er ebenfalls vertreten. Diese drei Titel heben sich dadurch interessant von den restlichen Liedern ab und verleihen der sonst recht homogenen und etwas eintönigen Tracklist ein paar Ecken und Kanten. Darüber hinaus hat Steven Kolacny mit „Tears Can Sparkle Too“ und „Sun-Kissed Snow“ zwei selbst geschriebene Nummern beigesteuert.

In der Gesamtheit kann „December“ problemlos als X-Mas-Album durchgehen und überhörte Klassiker wie „Stille Nacht“ oder „Leise rieselt der Schnee“ in der Adventszeit ablösen. Fans dürften an dieser Veröffentlichung durchaus ihre Freude haben, besonders bei einer Live-Präsentation. Für alle anderen ist der chorale Gesang sicherlich Geschmackssache und vielleicht etwas zu weichgespült. Vielen Coverversionen fehlt leider ein wenig der Schliff.

Tracklist:

1. My December
2. Christmastime
3. Christmas Lights
4. River
5. Christmas Must Be Tonight
6. Let Me Sleep [It’s Christmas Time]
7. 2000 Miles
8. It’s Christmas Let’s Be Glad
9. Tears Can Sparkle Too
10. Sun-Kissed Snow
11. Wintersong
12. When Doves Cry
13. Did I Make The Most Of Loving You
14. Eskimo

In „December“ reinhören könnt ihr hier!

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