Kritik | Cosyland von „Laid Back“

Küstler:
Laid Back
Redaktions-Wertung:
Titel:
Cosyland
Release:
11. Mai 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Futurismus und Vergangenheit zugleich

Ganz entspannt rauscht die Musik des Albums Cosyland“ von Laid Back an einem vorbei und die synthetisch erzeugten Wellen gleiten fast unmerklich am Ohr vorüber. Unbemerkbar ist das erste Stück „Cosyland Video edit“ vom dänischen Duo LAID BACK in der Tat. Viel zu schnell vorbei und es geht nicht mal richtig in das nächste Stück über. Doch bei „Get laid back“ wird es schon interessanter. Abwechslungsreich jedoch immer noch nicht.

In den 80er Jahren feierten die zwei Dänen Keyboarder Tim Stahl und Gitarrist John Guldberg die Erfolge großer Hits. Mit ihrer Mischung aus Synthie Pop, Funk- und Reggaeelementen machen die zwei Musiker aber noch heute eine Musik die scheinbar immer weniger gehört wird. In schranzigen Berliner Underground-Clubs kommen die Klänge sicher noch gut an, aber für das Ohr des Tageslichts bleibt diese Musik eine eigene Klangwelt mit der man sich tagsüber schwer identifizieren kann. Fast schon außerirdisch mixen sich hier experimentelle synthetische Geräusche mit ein Bisschen Melodie und mysteriösen Männerstimmen zu einem futuristischen und zugleich in der Vergangenheit schwebendem Klangerzeugnis.

Interessant – anders – und man glaubt kaum, dass die Macher dieses Albums auch die bekannten Hits wie „Bakerman“ (nur an der Stimme hört man es) oder „Sunshine Raggae“ herausgebracht haben. Wenn man sich im Internet umschaut und den Dauer-Südsee-Brenner „Sunshine Raggae“ genauer durchleuchtet, sieht man, dass die Ursprünglichkeit dieser Band scheinbar schon immer sehr experimentell war. Doch früher noch nicht so elektronisch oder einfach nur auf andere Stil- und Klangelemente bedacht? Zu abrupt enden die Stücke auf diesem Album und sehen sich selber vielleicht eher als einzelne musikalische Versuche, anstatt als ganzes stimmiges Element.

Mit diesem Mini-Album wollen die beiden Dänen zeigen, dass sie zurück sind. Sie planen derzeit sogar eine Welttournee. Dafür haben sie 8-Spur-Bänder digitalisiert, Drumbeats, Bass und Vocals hinzgefügt und im Studio neu bearbeitet. Wir sind gespannt, was dabei heraus kommt.

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