Kritik | Come Out And Play von „Kim Wilde“

Küstler:
Kim Wilde
Redaktions-Wertung:
Titel:
Come Out And Play
Release:
27. August 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nachdem Kim Wilde das Mikrofon jahrelang gegen Gartenschere und Gießkanne getauscht hatte, kommt sie nun umso eindrucksvoller zurück ins Musikgeschäft. Ihr Comebackalbum “Come Back And Play“ ist ein echtes Familienwerk, denn produziert wurde es von ihrem Bruder Ricky, der gleichzeitig in der Band bei den Live-Auftritten mitspielt. Ebenso haben ihr Sohn Harry mit einem Gitarrensolo und ihre Nichte Scarlett an diesem Album mitgewirkt.

Gleich der erste Titel des Albums “Come Out And Play” ist ein perfekter Einsteiger einer beginnenden Zeitreise zurück in die 1980er Jahre. Gleichzeitig ist es aber ein frischer und zeitgemäßer Sound, so als wollte Kim Wilde die 1980er Jahre ins heute transferieren. Der Song “King Of The World“ ist ein perfektes Beispiel dafür, wie man die musikalische Kultur beider Jahrzehnte verbindet und mit der immer noch starken und einprägsamen Stimme von Kim Wilde wird daraus eine starke Nummer. Dies setzt sich in “Lights Down Low“ nahtlos fort. Dieser Titel ist gleichzeitig die erste Singleauskopplung des Albums und unterstreicht die Ambitionen von Kim Wilde, es  allen zu zeigen, dass sie es immer noch drauf hat. Die schnellen Beats sind perfekt mit den Instrumenten vermischt und genau auf ihre Stimme angepasst worden. Der dritte Titel “Real Life“ ist dann ein wenig langsamer, aber man erkennt bereits den roten Faden, der sich von Anfang bis Ende durch das ganze Album zieht. Um den Nostalgiefaktor noch weiter zu erhöhen, suchte sich Kim Wilde für den vierten Song “Greatest Journey“ als Duettpartner eine echte Synthie-Pop Ikone der 1980er Jahre aus, nämlich Glenn Gregory, den Sänger von Heaven 17. Mit ihm zusammen gelingt ihr ein weiteres musikalisches Highlight.

Nach “I Want What I Want“ folgt dann als sechster Song eine weiteres Duett mit der Musiklegende Nik Kershaw. “Love Conquers All“ ist eine ganz sanfte Ballade und die beiden Stimmen verleiten zum Träumen. Aus diesen Träumen wird man von “Hey! You!“ ganz schnell wieder herausgerissen. Der ganze Song und vor allem das Intro erinnern sehr stark an den Depeche Mode Klassiker “Personal Jesus“. “Suicide“ und “This Paranoia“ greifen dann die schnellen Drums und Beats des ersten Titels wieder auf. Es folgt mit “Loving You More“ eine stimmlich eindrucksvolle Ballade, die jeden Fan der 1980er Jahre ebenso ins Schwärmen bringen wird wie der Folgetitel “Get Out“. Nach “My Wish Is Your Command“ folgt mit “Jessica“ ein zwar kurzer, aber lustiger Titel, in dem sie von ihrer Hündin erzählt und wie sie sich freut, wenn Kim nach Hause kommt.

Mit “Come Out And Play“ ist Kim Wilde ein echtes Meisterwerk gelungen. Die Mischung aus modernem Sound und stilechtem 80’s Pop ist perfekt gelungen. Kim Wilde beweist, dass man moderne Musik machen kann, ohne sich selbst untreu zu werden. Sie selbst sagt, dass dies ihr bestes Album sei. Diese Aussage kann man jederzeit unterstützen. Das Album ist auf jeden Fall ein Muss für alle Musik-Fans der 1980er Jahre.

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