Kritik | Ceremonials von „Florence + the Machine“

Küstler:
Florence + the Machine
Redaktions-Wertung:
Titel:
Ceremonials
Release:
28. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Florence + the Machine sind irgendwie ein Ausnahmeerscheinung. Das liegt sicher nicht zuletzt an der wunderbaren Florence Welch, die mit ihren gerade mal 25 Jahren eine der wohl größten Tagträumerinnen ist und den Art-Pop in eine neue Dimension hebt. Schon das Debütalbum „Lungs“ der Band hat es 2009 international in die Charts geschafft und erreichte auch im UK, der Heimat von Florence + the Machine Platz 1. Deshalb ist die Zeit nun reif für „Ceremonials“, das zweite Werk der Band.

Einen kleinen Vorgeschmack darauf liefert bereits „What The Water Gave Me“. Ein Song, der zugleich ein Dankeschön an die Fans ist. Diese haben schließlich dafür gesorgt, dass Florence + the Machine nun die ganze Welt faszinieren und Florence selbst große Designer wie Gucci oder Yves Saint Laurent inspiriert. An der Sängerin mit den roten Haaren und der außergewöhnlichen Stimme kommt einfach niemand mehr vorbei. Da kann man eigentlich nur froh sein, dass sie ihre Aubsildung am Camberwell College of Arts abgebrochen hat, um sich ihrer Musikkarriere widmen zu können. Dass die Entscheidung richtig war, zeigen nicht nur Grammy-Nominierungen und Auszeichnungen wie der BRIT Award in der Kategorie „Bestes Album“, sondern eben auch das Echo der Medien.

In nur 35 Tagen ist nun das zweite Album „Ceremonials“ entstanden. Im legendären Studio 3 der Abbey Road Studios, wo sich die Band fünf Wochen lang gemeinsam mit Stammproduzent Paul Epworth eingenistet hat. Resultat ist erneut ein besonders vielschichtiges Werk, das sich nicht festlegen lässt. Das mal sanft und einfühlsam klingt und dann im nächsten Moment über den Rand zu schwappen droht. Es ist nicht nur Florence‘ Mähne, die sich wie ein roter Faden durch das Album zu ziehen droht, es ist besonders ihre Stimme. Auch optisch heben sich Florence + the Machine vom Einheitsbrei ab und sind somit ein Phänomen, von dem man irgendwie nicht genug kriegen kann.

Die 13 Titel auf „Ceremonials“ dürften genau das sein, was Fans des ersten Album zu hoffen gewagt haben. Es sind Songs, die sich schnell ins Herz schleichen und ihr Pulver auch beim 20. oder 30. Hören noch nicht verschossen haben. Außergewöhnlich und eben doch so typisch Florence + the Machine.

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