Kritik | Catching Rays on Giant von „Alphaville“

Küstler:
Alphaville
Redaktions-Wertung:
Titel:
Catching Rays on Giant
Release:
19. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Einst waren sie „Big in Japan“, jetzt sind sie wieder big im Geschäft: Alphaville. Hits wie „Forever Young“ oder „Sounds Like A Melody“ haben die Synthie-Pop-Band rund um Marian Gold in den 80er Jahren legendär gemacht, danach wurde es chartmäßig ruhiger um die deutsche Gruppe. Und das, obwohl Alphaville auch nach der Jahrtausendwende viel unterwegs waren. 2009 feierte das Quartett in Prag 25-jähriges Bandjubiläum und umso schöner ist es, dass sie uns 2010 doch tatsächlich mit einem neuen Album überraschen. „Salvation“, das letzte Studioalbum, liegt mittlerweile schließlich 13 Jahre zurück.

„Catching Rays on Giant“ ist das achte Werk der Gruppe. Marion Gold, der Sänger und Songwriter, bezeichnet es als den „musikalischen Höhepunkt der vergangen sechs Jahre“. 14 Titel zeigen, dass seit den letzten Aufnahmen einiges passiert ist, die Stimme von Gold, die zwischen 1984 und 1994 so charakteristisch für Alphaville war, sich aber kaum verändert hat! Sie harmoniert wie eh und je mit den Synthie-Sounds und den seichten Melodien der Band.

„I Die For You Today“, die erste Single-Auskopplung, wurde am 05. November vorgestellt und steht in den deutschen Charts bereits auf Platz 15. Kein Wunder. Retro ist in und diesen Schub haben auch schon Stars wie Kim Wilde oder OMD genutzt. Alphaville legen ordentlich vor, die Nummer ist ein schöner Ohrwurm, der das Comeback perfekt einläutet. Denn „Catching Rays on Giant“ ist ein klangvolles Stück 80s, auf dem viele Songs bereits beim ersten Hören gefallen. Es sind nicht alles Meisterwerke, aber Songs, die Lust aufs „Wiederhören“ machen und ein wenig das Gefühl vermitteln, als würde man nach Hause kommen.

Die Scheibe besticht mit flotten und temporeichen Nummern wie „Song For No One“, „End Of The World“ und „Call Me“, es sind aber auch ruhigere Titel wie „The Deep“ und „Carry Your Flag“ zu hören. Alles in allem erzählt das Album schöne und auch autobiographische Geschichten und deckt sie mit der gewohnt alphavill’schen Sounddecke zu. Schluss mit Studioexperimenten und unnötigem Ballast – Alphaville sind zurück und sie gefallen. Wer Marian Gold und Co. nicht nur hören, sondern auch sehen will, sollte am 03. Dezember die „Hitgiganten“ auf Sat.1 einschalten.

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1 Kommentar

  1. Ich kann nicht warten!

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