Kritik | Cardiology von „Good Charlotte“

Küstler:
Good Charlotte
Redaktions-Wertung:
Titel:
Cardiology
Release:
29. Oktober 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Pop-Punk-Band Good Charlotte wurde bereits 1996 von Benji und Joel Madden gegründet, jedoch bekam sie erst vier Jahre später einen Plattenvertrag. Mit ihrem fünften Studioalbum „Cardiology“ legen die Jungs ein eindrucksvolles Werk vor und bleiben ihrem Stil wie immer treu. Und das obwohl sie das Label gewechselt haben und mittlerweile bei Capital Records/EMI unter Vertrag stehen. Produziert wurde die Platte von ihrem langjährigen Produzenten Don Gilmore, der unter anderem auch schon mit Linkin Park und Avril Lavigne zusammengearbeitet hat.

„Wir haben die gesamte Platte in nur sechs bis acht Wochen aufgenommen, weil er unsere Vorstellungen kennt und uns versteht.“ gibt Benji Madden zu.

Die Weiterentwicklung der Band fällt nicht wirklich ins Gewicht. Nur dass man angefangen hat, sämtliche musikalische Einflüsse der Band auf eine Scheibe zu pressen. „Cardiology“ beheimatet insgesamt 15 Songs. Man könnte den Eindruck erhalten, dass hier die Erfahrungen und Erlebnisse der einzelnen Bandmitglieder ihren Platz gefunden haben.

Wüsste man es nicht besser, könnte man annehmen, es würde sich um eine amerikanische High School Newcomer-Band handeln. Das mag sicherlich an der musikalischen Interpretation der Titel liegen. Sie entspricht dem Zeitgeist. Das ist meiner Meinung nach die Stärke von Good Charlotte.

Als ich das erste Mal die CD in den Player schob und die ersten Töne anspielte, war ich massiv enttäuscht. Doch nach mehrmaligem Zuhören entfällt die Enttäuschung und wandelt sich in Freude um. Die so genannte Ouvertüre bildet „Introduction To Cardiology“. Mit „Let the Music play“ startet die CD. Mit “Counting days” liefert Good Charlotte einen eindrucksvollen Stimmungssong, der an alte Zeiten erinnert. Gefolgt von „Silver Screen Romance“. Textzeilen wie: “You’re my Bette Davis; I’m your Cary Grant.” sagen doch schon alles aus.

Der Titel “Like it’s her Birthday” folgt zugleich und animiert jeden Zuhörer zum Mitsingen. Rockig und Poppig geht es mit „Last night“ weiter. Ein weiteres Highlight ist „Sex on the Radio“. Obwohl der Track „Alive“ rockige Sequenzen aufweist, ist er nichts anderes als ein wunderschönes Liebeslied. „Standing Ovation“ scheint die Fortsetzung von „Alive“ zu sein. Ruhige Töne sind bei „Harlow’s Song (can’t dream without you) zu hören. Eine wundervolle Ballade, die berührt. Mit „Interclude: the fifth Chamber“ gibt es ein kleines instrumentales Zwischenergebnis der bisherigen Platte. „1979“ handelt über die Zeit, als die Eltern von Joel und Benji Madden noch glücklich waren. Die Fans der Band wissen, dass der Vater die Familie 1995 verlassen hat.

„There she goes“ und „Right where I belong“ sind gut ausgearbeitet und bestechen durch einen gefühlvollen Text. Das Lied „Cardiology“ beendet das Album und greift die Introduction wieder auf.

Im gesamten kann man das Album durchweg als gut bezeichnen. Kein einziges Lied fällt aus dem Rahmen. Für Fans ein absolutes Muss.

Anspieltipps:

  • Counting days
  • Silver Screen Romance
  • Alive
  • Right where I belong

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