Kritik | Can’t Stand The Silence von „Rea Garvey“

Küstler:
Rea Garvey
Redaktions-Wertung:
Titel:
Can't Stand The Silence
Release:
30. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Aufgewachsen mit sieben Schwestern, groß geworden mit vielen musikalischen Jungs und der Band Reamonn: Rea Garvey weiß, was es heißt, sich durchzusetzen. Deshalb wagt er jetzt, nach vielen Jahren Band-Dasein, den Schritt als Solokünstler und überrascht mit seinem einfühlsamen und hinterfragendem Album „Can’t Stand The Silence“, das am 30. September erscheint.

Treiben lassen hat er sich in den letzten anderthalb Jahren. Und er hat den Rat seiner Mutter befolgt, die einst zu ihm sagte: „Schreib auf, was dich bewegt!“ Auf seinem Solo-Debüt sind deshalb elf recht unterschiedliche Songs zusammengekommen, von denen besonders die erste Auskopplung (und zugleich der Titelsong) „Can’t Stand The Silence“ heraussticht. Stille, nein, das ist nichts für den Iren aus der Großfamilie. Zu gern erzählt er Geschichten, zu viel hat er in den letzten 38 Jahren erlebt. Seine eigene Platte ist in gewisser Weise Selbstverwirklichung. „Ich habe mich früher bei meinen Lieblingskünstlern oft gefragt, warum sie unbedingt eine Soloplatte aufnehmen müssen. Jetzt kann ich es verstehen. Aus ganzem Herzen“, so Rea.

Irgendwie hat er Ire in den letzten Jahren zu sich selbst gefunden. Eine innere Reise begonnen. Die hat ihn nicht nur nach London, Miami oder Nashville geführt, sondern besonders in die Tiefe seiner Seele. Und damit diese Erfahrung entsprechend vertont wird, hat er auf die richtigen Partner gesetzt: Produzent Andy Chatterley (Muse, Kylie Minogue, Kanye West), Singer/Songwriter Iain Archer (Snow Patrol),  Komponist Julio Reyes Copello (Jennifer Lopez, Ricky Martin, Nelly Furtado), Apocalyptica und sogar Xavier Naidoo. Die Liste liest sich gut und macht deutlich, warum „Can’t Stand The Silence“ ein so tolles Album geworden ist.

Wer noch immer den Hochzeiten von Reamonn hintergertrauert, für den dürfte das Solo-Album von Frontmann Rea Garvey genau der richtige Tröster sein. Praktisch Schokolade in musikalischer Form. Rea lädt seine Fans dabei auf seine ganz eigene Spielwiese ein und zeigt, dass er sehr viel mehr drauf hat, als man es bislang vielleicht vermutet hat. War der Sound von Reamonn doch in gewisser Weise recht eingefahren, so sprengt Rea jetzt diese Ketten und wagt sogar einen kleinen Schritt auf das Dance-Parkett. Und was soll man sagen? Der Tanz gelingt ihm und gefällt!

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