Kritik | Boys Don’t Cry von „Rumer“

Küstler:
Rumer
Redaktions-Wertung:
Titel:
Boys Don't Cry
Release:
08. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

„Boys Don’t Cry“ nennt sich das neue, zweite Album von Britin Rumer. Und das nicht ohne Grund! Das Album ist eine Kollektion von weniger bekannten Songs aus den Siebzigern, die alle von Männern gesungen wurden! Darunter auch „Sara Smile“ von Hall & Oates, an dem sich schon viele Künstler versucht haben. Die Tracklist ergänzen aber noch viele weitere Persönlichkeiten wie Tim Hardin, Neil Young, Townes van Zandt oder Todd Rundgren.

All diesen möchte die 31-Jährige Tribut zollen. Und eigentlich noch viel mehr. „Ich liebe Songwriter einfach“, sagt Rumer. „Die Songs klingen am Ende nicht immer wie die Originale, aber sie sind emotionale Eindrücke von ihnen.“ Die Songs hat sie ganz bewusst ausgewählt, in Hinblick auf die verschiedenen Themen, die sie ansprechen wollte. Eine Ghetto-Hymne findet deshalb ebenso Platz wie ein poppiger 80s Song. Und das Gesamtbild passt dennoch. Sanft, hypnotisierend, ähnlich melancholisch wie schon bei „Seasons Of My Soul“, ihrem Debüt.

Bereits seit 2007 hat sie an „Boys Don’t Cry“ gearbeitet. Hat jeden freien Tag im Studio verbracht und zu jedem einzelnen Song eine Beziehung aufgebaut. „Ich habe am Anfang nicht gemerkt, wie sehr die Songauswahl unbewusst meine eigenen Gefühle der letzten 18 Monate ausdrückt“, sagt Rumer. Denn diese waren wirklich turbulent und außergewöhnlich. Vor der Veröffentlichung ihres Debüts war sie praktisch unbekannt, danach konnte sie sich vor Anfragen und Awards kaum retten. Hierzulande stieg “Seasons Of My Soul” auf Platz 13 der Albumcharts ein, die grandiose Single „Slow“ ging auf Position 4 der Single-Charts. Bis dato hat sich das Album über eine Million Mal verkauft. Und sogar Richard Carpenter ließ ihr eine Nachricht zukommen. Was für ein Kompliment, nach dem Vergleich mit der einmaligen und leider verstorbenen Karen Carpenter.

Grund genug für viele, erst mal durchzuschnaufen. Nicht so für Rumer. Den Großteil des letzten Jahres hat sie mit der Arbeit an ihrem zweiten Album verbracht, die einzelnen Erzählungen miteinander verknüpft. Es hat sich gelohnt. Mit „Boys Don’t Cry“ lässt sie außergewöhnliche Persönlichkeiten wieder aufleben und damit auch die Musik vergangener Zeiten neu entstehen (und vielleicht auch wieder in die Charts kommen).

Dank Albumplayer könnt ihr hier schon in das Album reinhören!

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