Kritik | Big TV von „White Lies“

Küstler:
White Lies
Redaktions-Wertung:
Titel:
Big TV
Release:
09. August 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

White Lies blicken voller Optimismus in die Zukunft. Ihre Musik klingt aber eher nach Vergangenheit, denn die englischen Punker zelebrieren eine interessante Mischung aus Punk, 80s, Indie und Pop. Vergleichbar mit den Talking Heads, Joy Division, Tears For Fears oder auch Franz Ferdinand. Ihr mittlerweile drittes Album „Big TV“ ist auf jeden Fall wirklich großes Kino.

Sie sind jetzt weniger Nick Cave und mehr erwachsen. Schließlich befinden sich Harry, Charles und Jack in den 20ern und sind der Jugend damit entwachsen. Sie müssen nicht mehr nur über den Tod und Düsternis schreiben, sondern sehen auch einfach positiver nach vorn. „Nach der Tour zu dem Album hatten wir auf jeden Fall das Gefühl, einiges gelernt zu haben, auch darüber… was wir bei diesem Album nicht machen wollten. Vor allem wollten wir bei diesem Album alles um einiges einfacher halten“, sagt Sänger und Gitarrist Harry McVeigh.

45 Minuten lang toben sich Synthesizer und seichte Melodien aus, dringt die Stimme von Harry bis in die Tiefen der Gehörmuschel. Viele Songs sind so eingängig, dass man das Gefühl hat sie schon zu kennen. Man hört Musik junger Erwachsener voller Selbstvertrauen, die mit ihrer Vergangenheit im Reinen sind und nun zielstrebig in die Zukunft blicken und Großes erreichen wollen.

Fünf Jahre ist ihr erster Gig in London nun bereits her. Fünf Jahre, in denen die White Lies eifrig an ihrer Karriere und auch an ihrem Stil gearbeitet haben. Fünf Jahre, in denen sie drei Alben veröffentlicht haben: „To Lose My Life“, „Ritual“ und nun eben seit dem 9. August auch „Big TV“. Es stellt auf jeden Fall eine Weiterentwicklung zum letzten Album dar, wird für eingefleischte Fans aber nicht ganz an das Debüt der Jungs heranreichen.

Anspieltipps: „Big TV“, „Mother Tongue“

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a