Kritik | Bare Bones von „Bryan Adams“

Küstler:
Bryan Adams
Redaktions-Wertung:
Titel:
Bare Bones
Release:
29. Oktober 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nummer-eins-Platzierungen in über 30 Ländern, Fotograf, Komponist und Sänger – Bryan Adams könnte man durchaus als Multitalent bezeichnen. Seit 1977 seine erste LP erschienen ist, ging es für den Kanadier steil bergauf. Auch, wenn es um die Jahrtausendwende ein wenig ruhig um ihn geworden ist und sein letztes Album mittlerweile zwei Jahre her ist, legt sich der 51-Jährige nicht auf die faule Haut. Nein, es ist mal wieder Zeit für ein Unplugged/Akustik-Album, denn nach „MTV Unplugged“ (1997), „Do to You What You Do to Me“ (2001), „Live at the Budokan“ (2003) und „Anthology“ (2005) fällt Herr Adams scheinbar nichts anderes mehr ein. Schade, denn man hätte gern mal wieder etwas Neues vom „Botschafter des Guten Hörens“ (für die Stiftung Hear the World) vernommen.

„Bare Bones“ ist ein Akustik-Album, dessen Songs im Rahmen der  Bare Bones-Tournee aufgenommen wurden. Dabei verzichtete Bryan Adams komplett auf eine Band und bewaffnete sich stattdessen ausschließlich mit seiner guten alten Akustikgitarre. Zu hören sind außer ihm lediglich noch eine Mundharmonika und das Klavierspiel von Gary Breits. Für die Tracklist, die immerhin 20 Titel umfasst, wurden Wünsche der Fans berücksichtigt und diese wollten Hits wie „Let’s Make A Night To Remember“, „Summer Of ’69“, „The Way You Make Me Feel“ und „Straight From The Heart“ hören. Mr. Adams lässt sich nicht lange bitten und schmettert seine größten Balladen rockig und kräftig wie eh und je daher. Langeweile kommt erst gar nicht auf, denn einige Stücke adaptiert der Kanadier völlig neu. Zwischendrin beweist er Humor und zeigt, wie man das Publikum um den Finger wickeln kann.

Das Album enthält 20 Perlen seiner ganz persönlichen Musikgeschichte und macht deutlich, wie viele Hits dieser Mann eigentlich schon geschaffen hat. Beeindruckend. Und genau deshalb kann man sich daran auch nicht satt hören. „Bare Bones“ ist ein wunderbares Live-Album für alle, die Bryan Adams lieben oder die kommenden Herbst- und Winterabend mit der perfekten Untermalung genießen wollen.  Aber bitte, lieber Bryan Adams: Geh doch mal wieder ins Studio und mach ein paar neue Aufnahmen! Es wird höchste Zeit!

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