Kritik | Ask von „Tom Fuller Band“

Küstler:
Tom Fuller Band
Redaktions-Wertung:
Titel:
Ask
Release:
24. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Fröhlichen und vernünftigen Rock bringt Tom Fuller auf sein drittes Album „ASK“. Coole Instrumente, eine raue Stimme und leichter, nicht zu aggressiver Rock. Tom Fuller hat sogar eine genaue Vorstellung wie die Reaktion seiner Hörer sein soll: Wenn nach etwas mehr als 39 Minuten der letzte Ton verklungen ist, dann möge sich der Zuhörer doch bitte schön erstaunt fragen: „Oh mein Gott, was war das denn?“ Wir hören rein und teilen euch mit wie wir uns nach 39 Minuten fühlen.

Dem Intro einer Serie gleicht der Titel-Song „ASK“. Es wird geschnipst, man hat nach der ersten Strophe das Gefühl den Song schon ewig zu kennen und fühlt sich irgendwie angesprochen. So soll er sein, der gute Pop-Rock. Ein Bisschen western-like klingt hingegen „Doin´ Nothin´“, und verbreitet ebenso gute Laune. Stimmungsgeladen ist das Album in der Tat. Nicht melancholisch oder tiefsinnig traurig und düster, sondern einfach lebendig und mitreißend oder einfach nur bewegend. „Merci Beaucoup“ zeigt, dass Tom Fuller den Spagat zwischen Rock und Pop drauf hat und nicht jedes Lied auf einem Album gleich klingen muss. Einen Hauch von Queen erkennen wir in dem ein oder anderen Lied wie etwa „Anthem Man“. Was manchmal den Anschein eines normalen rockigen Pop-Songs macht, entpuppt sich dann mit zahlreichen klanglichen Überraschungen zu einem weiteren gelungenen abwechslungsreichen Album-Hit. Und was manchmal leise, langsam und zahm beginnt, steigert sich zu einem emotionsgeladenen Klangerlebnis. Und schnurrend bringt am Ende die E-Gitarre das Stück zum ausklingen.

Tom Fuller stammt aus Chicago und lässt sich gerne von den Beatles inspirieren, ganz besonders von Paul McCartney. Umso größer war seine Freude als Produzent Rick Chudacoff vorschlug in L.A. für die Produktion vom neuen Album ein Bisschen Zeit mit den Jungs von Paul McCartneys Band zu verbringen. Durch viel Inspiration ist ihm eine wirklich gute Platte gelungen.

Stimmige Gitarren-Riffs zieren die Stücke, die mit raffiniert eingesetzten Akkorden ein Lied ergeben was Abwechslungsreichtum und Einfachheit vereint. „Best of me“ läutet sanft das Ende der Scheibe ein und in „Garden of Dreaming Days“ zeigt sich ein letzter guter Griff in die Noten-Kiste. Was beim aller ersten Mal klingt wie ein weiteres rockig-popiges Album, entfaltet seine wahre Wirkung erst beim näheren Reinhören. Und wenn die 39 Minuten vorbei sind, bleibt man berührt sitzen und denkt „Das war´s jetzt?…Nochmal!!!“

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