Kritik | And I´ll Scratch Yours von "Peter Gabriel"

Küstler:
Peter Gabriel
Redaktions-Wertung:
Titel:
And I´ll Scratch Yours
Release:
20. September 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Peter Gabriel kennen wir als den als Frontmann und Gründungsmitglied der in den frühen 1970er-Jahren gegründeten Progressive-Rock-Band Genesis. Zahlreiche Erfolge feiert er mit seiner Musik und mit etlichen Preisen wurde er für sein Können ausgezeichnet. 2010 erschien das Album Scratch My Back (Kratz mir den Rücken), in dem der Sänger Songs von „Kollegen“ interpretierte.

Nun folgt 2013 das Gegenstück „And I´ll scratch yours“. “Anstatt ein traditionelles Album mit Coverversionen zu machen, dachte ich mir, dass es sehr viel unterhaltsamer sein würde, ein neuartiges Projekt anzustoßen, bei dem Künstler miteinander kommunizieren und Songs austauschen”, so der Künstler zu seinem damaligen Album von vor drei Jahren. “Nach dem Motto: Ich interpretiere einen deiner Songs und du im Gegenzug einen von meinen. Deshalb auch der Titel ‘Scratch My Back – And I’ll Scratch Yours’ (auf deutsch: Eine Hand wäscht die andere).”

Von Fans sehnsüchtig erwartet, bietet das Komplementäralbum. Einige der 2010 interpretierten Künstler erwiesen sich die Gegenehre. Lou Reed („Solsbury Hill“) und Brian Eno („Mother Of Violence“) entwarfen das Originalmaterial gänzlich neu, andere wie Arcade Fire („Games Without Frontiers“), Elbow („Mercy Street“) oder Regina Spektor („Blood Of Eden“) behielten in ihren Interpretationen den Bezug zu den Originalen.

Nichts für schwache Nerven, denn die Songs sind schwere Kost. Melancholisch und nachdenklich. Erinnert zum Teil ein wenig an alte Beatles-Songs und abwechslungsreich im Melodiesinne ist es, auch im Stil, aber nicht in der Stimmung. Es ist und bleibt tragisch und hört sich nicht so „nebenbei“, zum richtigen Hören muss man sich Zeit nehmen. Möchte man aber eine Sammlung guter Künstler erleben, ist das Album eine Abwechslung, denn es vielseitig und klanglich eine Herausforderung.

Track-Listing “And I’ll Scratch Yours”:

David Byrne – I Don’t Remember
Bon Iver – Come Talk to Me
Regina Spektor – Blood of Eden
Stephin Merritt – Not One of Us
Joseph Arthur – Shock the Monkey
Randy Newman – Big Time
Arcade Fire – Games Without Frontiers
Elbow – Mercy Street
Brian Eno – Mother of Violence
Feist feat. Timber Timbre – Don’t Give Up
Lou Reed – Solsbury Hill
Paul Simon – Biko

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