Kritik | Alles fließt von „Rauschenberger“

Küstler:
Rauschenberger
Redaktions-Wertung:
Titel:
Alles fließt
Release:
16. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Pop,

Hannover, nicht Hollywood. Von dort stammen Rauschenberger. Genauer gesagt Daniel Rauschenberger, Lars Ehrhardt, Timon Schempp und Christoph Dubbel. Vier Jungs, die nicht genug kriegen und schon als Support für  Johannes Oerding, Revolverheld und Das Gezeichnete Ich unterwegs waren. Sie erzählen Alltagsgeschichten und verpacken sie in gitarren-lastiger Popmusik. Und die klingt genauso leicht, wie es das Cover vermuten lässt.

„Alles fließt und ist in Bewegung.“ So der Text im Refrain von „Alles fließt“, dem Opener und zugleich Titelsong auf dem zweiten Album der Band. Der scheint sich zu bewahrheiten, denn für die Jungs läuft es richtig gut. Nachdem sie bereits 2009 ihr Debüt „Von Wegen und Welten“ veröffentlicht haben, waren sie hier und da, überall. Sie konnten sich live behaupten und vor Publikum spielen. Zu verdanken haben sie das den Texten und selbst komponierten Songs von Band-Namensgeber Daniel Rauschenberger.

Der neigt zur Melancholie und zeigt sich in jeder Zeile nachdenklich. Trotzdem driften Rauschenberger in keine Depriphase hinein, sondern steuern einer positive Richtung entgegen. Aus den Texten sprechen Erfahrungen, hinter ihnen verbirgt sich die Sehnsucht nach Sicherheit und Stabilität. Vor allem aber stehen sie für die Liebe zur Musik, die Daniel schließlich dazu bewogen hat, sich gegen eine gut bezahlte Stelle als Lehrer und für ein Leben auf der Bühne zu entscheiden.

„Alles fließt“ hat die Band gemeinsam mit Grammy-Gewinner Gregor Zielinsky aufgenommen. Das Album überzeugt mit eingängigen Refrains, von Streichern bis hin zum Glockenspiel setzen Rauschenberger Kontraste und sorgen für Überraschungen, wodurch jeder Song eine eigene angenehme, nicht aufgesetzte Spannung aufbaut. Ganz gleich, ob Gitarre, Bass und Schlagzeug fast rockig treiben oder sich auch mal dezent zurückhalten: Sie geben der Stimme immer ihren Raum, um das Unverkennbare an Rauschenberger in den Mittelpunkt zu rücken.

Und um es mit Rauschenbergers Worten auszudrücken: „Alles fühlt sich endlich wie es soll an“.

Live erleben könnt ihr die Jungs zu folgenden Dates:

05.05. Leer, Rock am Deich
11.05. Nordenham, Jahnhalle
27.05. Worpswede, Open Air
28.05. Lilienthal, Q-Lissen Rock
05.08. Hannover, Fährmannsfest

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