Kritik | Alexis Jordan von „Alexis Jordan“

Küstler:
Alexis Jordan
Redaktions-Wertung:
Titel:
Alexis Jordan
Release:
29. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Ach diese ollen Castingshows immer, möchte man schimpfen. Aber während bei DSDS, Popstars und Co. hierzulande eher musikalische Eintagsfliegen geboren werden, sind die USA da um einiges besser. Selbst wer es dort nicht aufs Treppchen schafft, wird vielleicht zufällig von einer Größe wie Jay-Z gesehen/gehört und unter Vertrag genommen. So geschehen bei Glückspilz Alexis Jordan. Die war 2006 mit gerade einmal 14 Jahren unter den Teilnehmern von „America’s Got Talent“ und konnte, obwohl sie „nur“ bis ins Halbfinale kam, zwei Jahre später dank YouTube einen Vertrag mit Roc-A-Fella Records abschließen. Wer erinnert sich da noch an Bianca Ryan, die die erste Staffel von AGT gewonnen hat?

Alexis Jordan sicher nicht, denn die hatte in den letzten Monaten genug mit der Produktion ihres Debütalbum „Alexis Jordan“ zu tun. Im vergangenen Jahr hat sie in einigen Ländern bereits die Single „Happiness“ veröffentlicht, die es im UK bis auf Position 3 gebracht hat. In Deutschland ist die Nummer Anfang April vorgestellt wurden, in die Top 50 hat sie es aber (noch) nicht geschafft. Das ist auch nicht so wichtig, denn mit „Alexis Jordan“ sorgt die US-Amerikanerin jetzt für Nachschub und präsentiert elf gut gelaunte, temporeiche und dancige Titel, die vor allem den Geschmack der jüngeren Generation treffen dürften.

Alexis klingt nicht außergewöhnlich, eher wie eine Mischung aus Lady Gaga und Selena Gomez (deren Album fast schon unheimliche Parallelen aufweist), hat aber gute Songwriter wie Mikkel S. Eriksen, Amund Björklund oder Erik Hermansen an ihrer Seite, die ihre Stimme perfekt zum Vorschein bringen. Dass sie hervorragend singen kann, hat sie bereits bei America’s Got Talent“ zur Genüge bewiesen. Auf ihrer ersten CD steht diesmal eher der Unterhaltungsfaktor im Vordergrund. Und der funktioniert.

Nicht nur der Opener „Happiness“ packt den Zuhörer, sondern auch Folgetitel wie „How You Like Me Now“, „Love Mist“, „Habit“ und „High Road“ können punkten. Positiv aus dem Rahmen fallen auch „Hush Hush“, eine der stärksten Nummer auf dem Album, und das Cover „Shout Shout“. Obwohl man die Dance-Schiene irgendwie überhat, entgleist Alexis Jordan nicht, sondern sorgt dafür, dass sie die richtigen Stationen anfährt und ihr Ziel nicht aus den Augen verliert. Wäre auch verwunderlich gewesen, wenn Jay-Z mit seinem Vertrag daneben gelegen hätte und dieses junge Talent in der Casting-Versenkung verschwunden wäre.

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