Kritik | A Night In Strings von „Eklipse“

Küstler:
Eklipse
Redaktions-Wertung:
Titel:
A Night In Strings
Release:
30. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Klassische Interpretationen werden meist schnell in eine bestimmte Schublade gesteckt. Anders sieht das aus, wenn sich vier junge, attraktive Musikerinnen Anfang 20 zeitgemäßen Pop-, Rock- oder Gothic-Themen annehmen und diese in Klänge verwandeln, die keiner Worte bedürfen. „A Night in Strings“ nennt sich diese Musik dann. Und vorgetragen wird sie von der Band Eklipse. Einem Namen, der Gegensätzlichkeiten symbolisiert: Nacht und Tag, Mond und Sonne, Wucht und Zärtlichkeit.

Dahinter verstecken sich Miss E. (Violine), Scarlett (Violine), Viola (Bratsche) und Helena (Cello). Wer die Damen wirklich sind, weiß man nicht. Auch ihre bürgerlichen Namen kennt man nicht. Das Streicherquartett mag es mystisch. Was aber bekannt ist, ist, dass sie sich auf dem White-Nights-Festival in St. Petersburg zusammengefunden haben. Seelenverwandte, die etwas Besonderes auf die Beine stellen wollten. Magie mit Musik verbinden wollten.

Mit „A Night In Strings“ wagen sie sich an weltbekannte Stücke wie „Wonderful Life“ (Hurts), „Cry Me A River“ (Justin Timberlake), „Paparazzi“ (Lady Gaga) oder „Clocks“ (Coldplay) heran. Doch auch Soundtrack-Titel wie „New Moon Theme“ oder „Mumbai-Theme“ finden sich auf dem zehn Stücke umfassenden Longplayer. Die Tracks kommen völlig ohne Gesang aus und sind rein instrumental umgesetzt. Mit Violinen, einer Bratsche und einem Cello.

Doch die musikalische Perfektion hat natürlich ihren Preis. Während die Ladies einerseits den Exzess, die Ekstase und das Gefühl von Freiheit im großstädtischen Nachtleben lieben, sind sie andererseits ehrgeizig genug, um tagsüber stundenlang Partituren einzustudieren. Sie legen aber genauso viel Wert auf Äußerlichkeiten. Eklipse machen keinen Hehl daraus, dass Musik und Style gleichsam wichtig für sie sind. Erotik und Sexappeal gehen Hand in Hand mit einer gewissen Strenge und Unnahbarkeit. Sie zeigen sich nicht nur auf dem Cover ihres Albums gern mit Augenbinden und leicht verruchten Kostümen. Die Verkleidungen sind für sie ein Symbol der Konzentration, der Hingabe an den Klang und die Musik. Und natürlich verbergen sie auch ihre wahre Identität.

Bleibt also die Frage, ob Eklipse auch in Zukunft nur Coverversionen zum Besten geben oder sich auch an eigene Stücke wagen werden. Die vier Damen haben sich diesbezüglich noch keine Gedanken gemacht. Die Zukunft sieht aber äußerst vielversprechend aus. So oder so.

Eklipse on Tour:

11.04.2012 Kopenhagen – Falconer Theater Dänemark
13.04.2012 Amsterdam – Heineken Music Hall Niederlande
14.04.2012 Düsseldorf – ISS Dome Deutschland
16.04.2012 Brüssel – Forest National Belgien
17.04.2012 Paris – Bercy Frankreich
18.04.2012 Nantes – Zenith Frankreich
20.04.2012 Lyon – Halle Tony Garnier Frankreich
21.04.2012 Luxemburg – Rockhal Luxemburg
23.04.2012 Frankfurt – Jahrhunderthalle Deutschland
24.04.2012 Zürich – Hallenstadion Schweiz
25.04.2012 Mailand – Forum Italien
27.04.2012 Wien – Gasometer Österreich
29.04.2012 Budapest – Budapest Arena Ungarn
30.04.2012 Prag – Tesla (T-Mobile Arena) Tschechien
01.05.2012 Leipzig – Arena Deutschland
03.05.2012 Hamburg – o2 World Deutschland
05.05.2012 Nürnberg – Arena Deutschland
06.05.2012 Stuttgart – Schleyerhalle Deutschland
08.05.2012 Ljubljana – Krizanke Slowenien

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1 Kommentar

  1. Ich habe die Mädels im Vorprogramm von NIGHTWISH erleben dürfen, und ich muß sagen, daß ich sie echt klasse fand. Ein Augen- und Ohrenschmaus.

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