Kritik | A Joyful Noise von „Gossip“

Küstler:
Gossip
Redaktions-Wertung:
Titel:
A Joyful Noise
Release:
11. Mai 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Was Gossip in den letzten Jahren geschafft haben, hätte ihnen wohl niemand zugetraut. Schließlich haben Beth Ditto (Gesang), Nathan Howdeshell (Gitarre) und Hannah Blilie (Schlagzeug) schon eine ganze Weile zusammen Musik gemacht, jenseits der Charts, abseits der Öffentlichkeit, bevor sie mit „Heavy Cross“ plötzlich den absoluten Durchbruch geschafft haben. Der Song wurde fast hundert Wochen, also über zwei Jahre lang, in den deutschen Single-Charts gelistet, peakte auf Platz 2 und fand in dieser Zeit weit mehr als eine halbe Million Käufer. Auch das vierte Studioalbum „Music For Men“ erreichte die Top Ten der Media Control Charts und verkaufte sich in Deutschland bis dato mehr als 400.000 (!) Mal. Doppelplatinstatus war die Folge.

Fortan waren Gossip in aller Munde, absolvierten ausverkaufte Tourneen und Festivalauftritt, Beth Ditto wurde Teil der Front Row bei Modenschauen und Muse von Karl Lagerfeld, entwarf erst unlängst eine eigene Make-up Collection für MAC Cosmetics. Innerhalb kürzester Zeit ist aus dem Indie-Trio also eine Multiplatin-Band geworden, die in den letzten drei Jahren seit Erscheinen von „Music For Men“ alle Hände voll zu tu. Nun ist die Zeit aber reif für Nachschub und den präsentieren Gossip in Form von „A Joyful Noise“. Im Radio läuft die neue Single „Perfect World“ bereits mit großer Begeisterung und prägt sich, wie auch schon „Heavy Cross“ oder „Love Long Distance“, recht schnell ein. Definitiv einer der besten Titel auf dem fünften Studioalbum.

Produziert wurde das übrigens von Pop-Genie Brian Higgins, der in den vergangenen Jahren u.a. mit Kylie Minogue, Girls Aloud, Saint Etienne, Texas und den Pet Shop Boys gearbeitet hat. Die Aufnahmen fanden in Higgins Xenomania-Studio in England und den KBC Studios in Portland, Oregon statt. Erneut ist eine Platte gelungen, die nur so vor Energie strotzt und Beths kraftvoller Stimme die ideale Plattform bietet. Dennoch schlägt das Trio auch leisere Töne an, bei „Casualties of War“ (ebenfalls eine der besten Nummern auf dem Longplayer) oder „Into The Wild“  beispielsweise. Daneben finden sich viele Powernummern, die irgendwie zum Markenzeichen von Gossip geworden sind. Vielleicht, weil Frontfrau Beth ihren eigenen Kopf hat und ausstrahlt, wie wohl sie sich in ihrer Haut fühlt. „Get Lost“, können auf jeden Fall locker mit den bisheringen Chart-Krachern der Band mithalten.

Überhaupt ist „A Joyful Noise“ ein Album geworden, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht und genügend Abwechslung bietet. Die internationalen Charts freuen sich schon!

Für Deutschland stehen übrigens bereits Festival-Auftritte bei „Rock im Park“/„Rock am Ring“ (1. bis 3. Juni) fest. Wer bis dahin nicht genug von Gossip kriegen kann, den erwartet hier eine große Auswahl an Videos.

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