Kritik | 21 von „Adele“

Küstler:
Adele
Redaktions-Wertung:
Titel:
21
Release:
21. Januar 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Gestatten, Mrs. Soul! Adele ist gerade mal 22 Jahre jung, zählt mit ihrer einzigartigen Stimme und ihren eingängigen Songs aber bereits seit 2008 zu den interessantesten Ausnahmemusikern. Damals stellte sie ihre erste Single „Chasing Pavements“ vor und kurz darauf ihr fulminantes Debütalbum „19“. Zwei Jahre später folgt nun die einzig richtige Entscheidung: das Album „21“. Voll gepackt mit 60er-Jahre-Sound, Soul und Vintage. Ein Album, das so perfekt ist, dass es schon fast weh tut.

Aber man nimmt diesen süßen Schmerz gern hin, denn es wurde höchste Zeit, dass Adele Laurie Blue Adkins, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, auch hierzulande den Ruhm erreicht, der ihr im UK und in den USA längst beschieden ist. Anfangs als Duffy- und Amy Winehouse-Abklatsch abgestempelt, hat sich die junge Londonerin schnell Respekt ersungen. Songs wie „Hometown Glory“, „Cold Shoulder“ oder „My Same“ wurden besonders in der Heimat der Britin zum Erfolg, in Deutschland wollte es bislang noch nicht so recht klappen.

Mit „21“ dürfte sich das endgültig ändern, denn die elf Titel des Albums verzaubern, begeistern und überzeugen vollends. Besonders der Opener „Rolling in the Deep“. In den Charts steht er hierzulande bereits auf Platz 9 und das nach nur wenigen Tagen, was schon zeigt, welches Potenzial hier schlummert. Der groovige Blues ist ansteckend und entfaltet, wie auch der zweite Track „Rumour Has It“, schon nach wenigen Sekunden seine Magie. Dabei klingt er, als hätte er bereits etliche Jahre oder Jahrzehnte auf dem Buckel. So vertraut und wohlbekannt. Das Album enthält aber auch ruhigere Titel wie „Turning Tables“, „Don’t You Remember“, „He Won’t Go“ und „Take It All“, bei denen Adele einmal mehr zeigt, welches Stimmvolumen sie hat. Zeitlos, klassisch, hypnotisierend.

Adele selbst sagt über „21“, dass es viele Dinge in einem neuen Licht präsentiert. Auch sie selbst. Sie sei jetzt geduldiger, ehrlicher und verzeihender. Eine Reife, die mit dem Alter kommt, ganz klar. Beeinflussen lassen hat sie sich während der Arbeit an ihrem Album von für sie neuen Künstlern wie Yvonne Fair, Allison Krauss, Andrew Bird und Wanda Jackson, aber auch bekannten Größen wie Mary J. Blige, Mos Def und Kanye West. Die Inspiration ist in jedem Song zu hören, wirkt aber nie aufgesetzt oder nachgeahmt. Das hat Adele auch nicht nötig. Mit „21“ zeigt sie eindeutig, dass sie sich weiterentwickelt hat und wir noch ganz viel erwarten dürfen. Das Album lässt sich mit einem Wort beschreiben: Fantastisch! Man darf gespannt sein auf „23“, „24“ oder wie auch immer ihre nächsten Werke heißen werden.

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