Independence von „Chantal de Freitas“

Küstler:
Chantal de Freitas
Redaktions-Wertung:
Titel:
Independence
Release:
27. August 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Chantal de Freitas. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich diesen Namen noch nie zuvor gehört habe und ich zunächst nicht wusste, welcher Nationalität ich diese Dame zuordnen soll. Als ich dann gelesen habe, dass sie aus Deutschland kommt und die Ehefrau von Kai Wiesinger ist, war ich doch etwas überrascht. Eigentlich ist Chantal de Freitas nämlich Schauspielerin und war in diversen TV-Produktionen und Serien zu sehen. Während Kollegen eigene Kollektionen vorstellen oder Parfüm auf den Markt bringen, arbeitet die aus Kiel stammende Chantal lieber im Tonstudio und präsentiert jetzt ihr Debütalbum „Independence“.

Eine schlechte Stimme hat die Dame ja auch nicht, aber ich muss ehrlich sagen, dass mich auf dem Album nichts wirklich angehoben hat. Zumindest nicht beim ersten Hören. Die Texte sind zwar unterhaltsam und handeln aktuelle Themen wie die Schönheitschirurgie und das Showbusiness ab, können sich vor den ewig gleichen Melodien aber kaum abheben. Es ist ja wirklich toll, dass Chantal des Freitas als Multitalent verschrien ist und neben der Schauspielerei auch tanzt, mehrere Sprachen spricht, Basketball spielt und in ihrer eigenen Produktionsgesellschaft „Arranque Filmproduktion“ neben ihrem Mann tätig ist. Aber singen? Naja, Geschmackssache.

Ein Song, der mir gefällt, ist „This Song“. Eine Ballade, die sich positiv von den restlichen Tracks abhebt und bei der Chantals Stimme durchaus zur Geltung kommt. Bei „Better Of“ erinnert sie mich sehr stark an Gabrielle und das ist für mich auch das größte Problem: Der Wiedererkennungswert in der Stimme fehlt, der Gesang ist komplett austauschbar. Das zieht sich beinahe wie ein roter Faden durch die Scheibe und erst bei „Every Room“, der vorletzten Nummer, kann Chantal mich wieder ein wenig überzeugen. Hier passt irgendwie alles und ein Replay lohnt sich.

Summa summarum gefallen mir eigentlich nur 2 Tracks auf dem Album. Bei 13 Titel ein dürftiges Ergebnis. Sorry, Chantal, meinen Geschmack hast du leider nicht getroffen, aber du hast ja noch so viele andere Talente und wirst sicher deine Fans finden!

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