Eureka von „Rooney“

Küstler:
Rooney
Redaktions-Wertung:
Titel:
Eureka
Release:
20. August 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Eureka! Da ist es endlich – das dritte Album der Jungs von Rooney. Drei Jahren haben sich Robert, Ned, Taylor und Louie dafür Zeit gelassen, aber das Warten hat sich gelohnt. 14 Titel laden zu einer musikalischen Reise ins Rooney-Land ein und klingen dabei so vertraut, dass man das Gefühl hat, von einer langen Reise heimzukehren. Die erste Singe-Auskopplung „I Can’t Get Enough“ läuft seit einiger Zeit bereits im Radio und liefert einen guten Vorgeschmack auf „Eureka“. Ein typischer Ohrwurm im Stil von „When Did Your Heart Go Missing“ und „Are You Afraid“, bei dem charmant ein wenig beim legendären Electric Light Orchestra geklaut wurde.

Der Opener des Albums ist allerdings ein anderer: „Holdin‘ on“ präsentiert sich als flotte, stimmungsvolle und leichte Nummer in klassischer Rooney-Manier. Es folgen das bereits erwähnte „I Can’t Get Enough“ und „Only Friend“, eine ebenfalls seichte Variation mit viel E-Gitarre. Und dann wird es gleich mal phänomenal. Schon beim ersten Hören habe ich mich in „Into The Blue“ verliebt, in die Melodie, in das Piano, in das Gefühl, das einem der Song vermittelt. Für mich das erste Highlight auf „Eureka“ und ein unbedingter Anspieltipp. „All Or Nothing“ sorgt anschließend für ein schnelleres Tempo, ist aber einer der unspektakulärsten Songs auf dem Album. Auch „The Hunch“ kann nicht gleich überzeugen, zeigt aber eine rockige und damit mal etwas andere Seite von Rooney.

Song Nummer 7, „I Don’t Wanna Lose You“, fängt schwach an, entwickelt sich dann aber doch zu einer netten Nummer, auf die „Stars And Stripes“ folgt. Bei „Go On“ wird anschließend die Gitarre ausgepackt und Lagerfeuer-Romantik kommt auf. Der Song gleicht den ersten Tracks auf dem Album und ist durchaus eingängig. Dieses Attribut passt auch zu „You’re What I’m Looking For“. Bei “Not In My House” packen einen dann sofort der Beat und die Orgel-Töne. Der Track ist wie “The Hunch” einer der rockigsten auf „Eureka“.

„Don’t Look At Me“ ist für mich der zweite Anspieltipp auf der Scheibe und erinnert ein klein wenig an „Are You Afraid“. Zum Glück, denn warum sollte man Erfolgsrezept nicht noch mal aufwärmen? Apropos aufwärmen: Wem jetzt immer noch kalt ist, der kann sich bei „The Days Keep Going On By“ ein wenig einspringen. Der Song beginnt zurückhaltend, hat aber gefährliches Ohrwurm-Potenzial und entwickelt sich interessant. Den Abschluss des Albums bildet schließlich die Acoustic Version von „When Did Your Heart Go Missing“ und dazu muss man wohl nicht mehr viel sagen.

„Eureka“ ist ein würdiger Nachfolger von „Calling The World“, reicht für mich persönlich aber nicht ganz an die Qualität des zweiten Albums ran. Es fehlen echte Kracher wie „I Should’ve Been After You“ oder eben das mitreißende „Are You Afraid“.

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