Euphoria von “Enrique Iglesias”

Küstler:
Enrique Iglesias
Redaktions-Wertung:
Titel:
Euphoria
Release:
13. August 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Ich gebe es ehrlich zu: Ich war bislang nie ein großer Fan von Enrique Iglesias. Zu schnulzig, zu glatt, zu verschmust. Umso erfreuter war ich, als ich das neueste Album des Spaniers in den Player gelegt habe. Seine sanfte Seite hat er zwar nicht aufgegeben, aber Duette mit Usher, Akon, Pitbull und Pussycat Doll Nicole Scherzinger zeigen, dass es auch anders geht.

So startet das neunte Album direkt mit der aktuellen Single-Auskopplung „I Like It“ feat. Pitbull, die teilweise an „Rhythm Divine“ erinnert, und man kann sich wehren, so viel man will: Das Lied bleibt im Gedächtnis! Kein Wunder, dass der Track derzeit die Charts rund um den Globus entert. Bei „One Day At A Time“ wird es im Anschluss mit Akon ein wenig reggaemäßig und chillig. Eine interessante Kooperation, die tatsächlich funktioniert.„Heartbeat“ mit Nicole Scherzinger schließt direkt an. Beim ersten Hören hat mich der Song  nicht wirklich angehoben, aber je öfter man ihn spielt, umso besser wird er. Die Stimmen der beiden harmonieren hervorragend und der Track ist definitiv tanzbar. Das kann man zu 100 Prozent auch von „Dirty Dancer“ feat. Usher behaupten. Aber hallo. Enrique Iglesias hat den Dancefloor für sich entdeckt. Wie wäre es mit einer kleinen Wette? Wenn der Song kein Hit wird, darf Enrique nackt Wasserski fahren.

Aber auf zum zweiten Teil der Platte. Nach den ersten 4 Tanz-Nummern wird es jetzt nämlich ruhiger und Enrique zeigt sich wieder schmusig. Bei „Why Not Me?“ klingt er dabei aber nicht ganz so wie gewohnt, sondern eher nach R&B. Der Song ist entspannt und perfekt zum Zurücklehnen. Und auch bei„No Me Digas Que No“ feat. Wisin & Yandel hört man neue, wenn auch spanische, Töne. Übersetzt heißt der Titel so viel wie „Sag‘ nicht Nein zu mir“ und handelt selbstverständlich von Herzschmerz und einer verbotenen Liebe. Mit „Ayer“ kommt dann die erste richtige Ballade und die ist, so wie ihr Titel, luftig leicht.

Bei Track 8 darf mit den Hüften gewackelt werden. „Cuando Me Enamoro“ feat. Jean Luis Guerra gibt einem das Gefühl, man wäre mitten in Spanien, umringt von Gitarren, Zikaden und Freunden. Das Duett funktioniert gut und die Stimmen passen einfach zusammen. Und auch „Dile Que“ – „Sag ihr“ ist eine schöne, sanfte Nummer, die keinesfalls langweilt. Mit „Tu Y Yo“ wird es dann wieder etwas schneller, bleibt aber Spanisch. Erst bei „Heartbreaker“ singt Enrique wieder auf Englisch und der Song gefällt richtig gut. Auch, wenn es sich, wie bei „Coming Home“, immer um die Liebe dreht. „Everything’s Gonna Be Alright“, der vorletzte Song, ist wieder ein schnellerer Track, hat aber keinen rechten Höhepunkt. Als letzte Nummer ist dann erneut „No Me Digas Que No“ zu hören, aber in einer anderen Version.

„Euphoria“ ist in jedem Fall ein perfektes Album für den (Spät)Sommer, mit dem Enrique Iglesias beweist, dass er mehr ist, als nur der ewige Schmusesänger. Besonders die ersten vier Duette auf dem Album dürften ihm gute Chartpositionen sichern und haben dafür gesorgt, dass ich den Latin Lover zumindest teilweise mit etwas anderen Augen sehe.

Enrique Iglesias Charity-Aktion auf www.pop24.de/vs/enrique-charity

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